Corona
Nidwaldner Landrat stellt Fragen zu Impfzentren

Landrat Urs Christen möchte von der Regierung wissen, ob Impfzentren geplant sind. Und er fragt, ob der Verzicht auf solche und eine bessere Entschädigung der Hausärztinnen und Hausärzte eine Alternative sein könnte.

Martin Uebelhart
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Dem Kanton Nidwalden sei es bis anhin gelungen, die zugeteilten Kontingente an Covid-19-Impfdosen zeitnah den impfwilligen Personen zu verabreichen, schreibt der Beckenrieder FDP-Landrat Urs Christen einleitend zu seinem Einfachen Auskunftsbegehren. Auf freiwilliger Basis seien die definierten Personengruppen rasch geimpft worden. «Die schnelle und unkomplizierte Verabreichung der Impfung ist ein wichtiger Schritt, um endlich aus der aktuellen Krise herauszukommen», so Christen weiter. Die Hausärztinnen und Hausärzte hätten bewiesen, dass sie grosse Arbeit leisten und damit eine zentrale Rolle im Kampf gegen Covid-19 spielen. Sie seien ein wichtiger Bestandteil des Gesundheitswesens und würden massgebend dazu beitragen, dass die impfwillige Bevölkerung gut informiert und beraten ist.

Urs Christen, FDP-Landrat aus Beckenried.

Urs Christen, FDP-Landrat aus Beckenried.

Bild: PD

Somit bestünden bereits die Ressourcen und eine Infrastruktur, um die Impfungen schnell und unkompliziert zu verabreichen, hält Christen auf Anfrage fest. «Die Frage stellt sich deshalb, ob der Aufbau eines oder mehrerer Impfzentren in unserem überschaubaren Kanton Sinn machen würde.» Statt Kosten für den Aufbau und Betrieb solcher Zentren mit entsprechendem Verwaltungsaufwand zu generieren, sollte seines Erachtens die Hausärzteschaft mit dieser Aufgabe betraut werden. Ihnen sei dafür eine faire Entschädigung zu entrichten. Christen will die «bestehenden, bewährten Infrastrukturen» ohne Verzögerung nutzen, um «den Kampf gegen die Pandemie zu gewinnen».

Regierung soll Auskunft geben über die Organisation der Impfungen

In den kommenden Wochen seien grössere Mengen an Impfdosen zu erwarten, welche an die impfwilligen Nidwaldnerinnen und Nidwaldner verabreicht werden könnten, so Christen weiter. Er möchte vom Regierungsrat daher nun Auskunft in Sachen Impfstrategie. So stellt er die Frage, welche organisatorischen Massnahmen der Regierungsrat vorsieht, um die weiteren Impfungen der Bevölkerung zu verabreichen. Sollte die Regierung den Aufbau von Impfzentren planen, erkundigt sich Christen nach einer Schätzung zu den Kosten für den Aufbau und den Betrieb.

Schliesslich erkundigt sich Christen, wie die Regierung zur Alternative stehe, auf den kostspieligen Aufbau und Betrieb von Impfzentren zu verzichten. Stattdessen sollten die Hausärzte mit den Impfungen betraut und für ihren wichtigen Beitrag zur Bekämpfung der Pandemie mit einem höheren Betrag als den im Raum stehenden 24,50 Franken entschädigt werden.

Der Regierungsrat wird Christens parlamentarischen Vorstoss an einer der kommenden Landratssitzungen beantworten.