Coronapandemie
Covid-19-Impfung in Nidwalden läuft nach Plan

Bei der Covid-19-Impfaktion werden derzeit über 75-Jährige, die nicht in einem Alters- und Pflegeheim wohnen, sowie Personen mit chronischen Vorerkrankungen geimpft. Bisher sind 4000 Impfdosen in Nidwalden eingetroffen.

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Eine Heimbewohnerin lässt sich impfen.

Eine Heimbewohnerin lässt sich impfen.

Bild: PD

(cod) Die Covid-19-Impfaktion ist im Kanton Nidwalden bisher plangemäss verlaufen, wie der Kanton in einer Medienmitteilung schreibt. Impfwillige Bewohnerinnen und Bewohner aller Alters- und Pflegeheime haben eine erste Impfung erhalten. Diese Zielgruppe mit dem höchsten Anteil an Risikopersonen wurde in Zusammenarbeit mit Ärzten direkt in den Heimen geimpft. Gesundheits- und Sozialdirektorin Michèle Blöchliger hält fest:

«Es haben sich rund 80 Prozent der Betagten dafür entschieden, sich gegen das Coronavirus zu impfen. Dies ist ein erfreulicher Wert.»

Unterdessen werden auch in den Arztpraxen Personen über 75 Jahre oder mit chronischen Vorerkrankungen geimpft. Parallel wird die Impfung des Gesundheitspersonals fortgesetzt, sodass das Kontingent an Impfdosen sinnvoll eingesetzt werden kann. In den nächsten zwei bis vier Wochen sei allerdings eine Verzögerung bei der Impfaktion zu erwarten, heisst es weiter. Aufgrund von Anpassungen in einem Produktionswerk von Pfizer/Biontech – einem Hersteller von mittlerweile zwei zugelassenen Impfstoffen in der Schweiz – dürften kurzfristige Lieferengpässe auftreten.

Das Tempo der Impfaktion hängt von der Verfügbarkeit der Impfstoffe ab

Bisher sind in Nidwalden rund 4000 Impfdosen eingetroffen. Davon sei ein beträchtlicher Teil verabreicht worden, die restliche Menge sei für die zweite Impfung bei Betagten reserviert, mit der in dieser Woche begonnen worden sei. Sobald alle impfwilligen Personen über 75 oder mit Vorerkrankungen mit einer ersten Impfung bedient werden konnten, kommen über 65-Jährige als nächstes in der Impfstrategie des Kantons Nidwalden, die sich an jene des Bundes anlehnt, an die Reihe. Das Tempo der Impfaktion sei stark von der Verfügbarkeit der Impfstoffe abhängig, auf die der Kanton keinen Einfluss hat.

«Selbstverständlich hoffen wir, dass die Impfmotivation in der Bevölkerung möglichst hoch sein wird, damit – je nach Verfügbarkeit der Impfstoffe – bald eine Herdenimmunität erreicht wird und gesamtschweizerisch Lockerungen der Covid-19-Massnahmen in Betracht gezogen werden können», lässt sich Michèle Blöchliger in der Mitteilung zitieren. Kantonsarzt Peter Gürber ergänzt: «Eine Impfung entbindet zurzeit nicht von den gängigen Hygiene- und Verhaltensregeln. Es ist bisher wissenschaftlich nicht erwiesen, dass geimpfte Personen das Virus nicht weitergeben können. Es ist also auch trotz Impfung weiterhin Vorsicht gefragt.»

Die ganze Impfaktion dauert mehrere Monate

Nidwalden setzt wie andere Kantone bei der Administration der Covid-19-Impfung auf die Software-Lösung des Bundes. Dabei können sich impfwillige Personen online für eine Impfung registrieren. Nachdem Tests mit dem Programm erfolgreich verlaufen sind, ist die Aufschaltung des Anmeldesystems für nächste Woche vorgesehen. Auch die breite Bevölkerung ab 16 Jahren werde sich registrieren können. Aufgrund des bisher nur beschränkt verfügbaren Impfstoffes werde es aber erst zu einem späteren Zeitpunkt möglich sein, einen Impftermin zu vereinbaren. Der Zugang für die einzelnen Zielgruppen werde je nach Verlauf der Impfaktion freigeschaltet, heisst es weiter.

Momentan können sich in Nidwalden über 75-Jährige und Personen mit Vorerkrankungen sowie Gesundheitspersonal mit Patientenkontakt impfen lassen.

Momentan können sich in Nidwalden über 75-Jährige und Personen mit Vorerkrankungen sowie Gesundheitspersonal mit Patientenkontakt impfen lassen.

Bild: PD

Details zu den einzelnen Zielgruppen und zur Reihenfolge sind in der Grafik sichtbar. Klienten von Ärzten, in deren Praxis keine Covid-19-Impfung angeboten wird, können sich bei einem anderen Hausarzt oder zu einem späteren Zeitpunkt bei Apotheken online anmelden. Michèle Blöchliger hält fest:

«Die ganze Impfaktion dauert mehrere Monate, entsprechend ist von einem grossen Teil der Bevölkerung weiterhin Geduld gefragt.»

Und sie ergänzt: «Oberstes Ziel der Impfung ist der Schutz der vulnerablen Personen und des Gesundheitspersonals, damit schwere Verläufe und Todesfälle und damit die Belastung in den Gesundheitseinrichtungen reduziert werden können.»

Die Covid-19-Impfung ist für die Bevölkerung gratis. «Nebenerscheinungen wie Fieber, Kopfschmerzen, Gliederschmerzen, Müdigkeit oder Rötungen an der Einstichstelle sind nicht auszuschliessen. Wie bei anderen Impfungen treten diese aber in den allermeisten Fällen in einem geringen Mass auf», wird Peter Gürber zitiert.

Weitere Informationen auf: www.nw.ch/coronavirus.