Coronapandemie
Nidwaldner Regierungsrat legt Kriterien für die Härtefallhilfe 2022 fest

Auch in diesem Jahr sollen Unternehmen, die aufgrund der Coronapandemie ihre Betriebskosten nicht decken können, unterstützt werden. Voraussichtlich ab dem 19. April können anspruchsberechtigte Unternehmen Gesuche einreichen.

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Mit dem kantonalen Covid-19-Härtefallgesetz hat der Nidwaldner Landrat die gesetzliche Grundlage dafür geschaffen, dass in Nidwalden auch im laufenden Jahr ein Härtefallprogramm umgesetzt werden kann. Zur Abfederung von wirtschaftlichen Einbussen hat er ausserdem einen Rahmenkredit von 3 Millionen Franken gesprochen. Das hat das Parlament am 9. Februar 2022 beschlossen.

Wie die Staatskanzlei Nidwalden mitteilt, hat der Regierungsrat nun die dazugehörende Härtefallverordnung erlassen und die Rahmenbedingungen für den Anspruch auf Unterstützungsbeiträge festgelegt. Er stützt sich dabei auf die Vorgaben des Bundes. Beitragsberechtigte Unternehmen, die aufgrund der Coronapandemie ihre Betriebskosten nicht decken können, werden mit A-fonds-perdu-Beiträgen unterstützt. Der Bund beteilige sich mit mindestens 70 Prozent daran. Der maximale Beitrag sei abhängig vom durchschnittlichen Jahresumsatz 2018/2019 des jeweiligen Unternehmens.

Gesuchseingabe startet voraussichtlich am 19. April

Gesuche können für das erste und das zweite Quartal 2022 eingereicht werden. Sofern die Referendumsfrist gegen das kantonale Covid-19-Härtefallgesetz ungenutzt verstreiche, startet die Gesuchseingabe am 19. April 2022. Die Gesuche werden von einer kantonalen Entscheidungskommission beurteilt, die aus Volkswirtschaftsdirektor Othmar Filliger, Finanzdirektor Alfred Bossard und einer vom Vorstand des Nidwaldner Gewerbeverbandes delegierten Person besteht.

Othmar Filliger geht davon aus, dass nur wenige Unternehmen über das neue Härtefallprogramm unterstützt werden müssen: «Der Nidwaldner Wirtschaft geht es derzeit gut. Durch die fast vollständige Aufhebung der behördlichen Massnahmen per Mitte Februar ist in vielen Branchen die lange ersehnte Normalität eingekehrt.» Zudem hätten viele Betriebe aus dem Tourismus und Gastrobereich von der Fasnacht und dem schönen Wetter profitieren können. Bei gewissen Unternehmen trete die Erholung aber erst mit Verzögerung ein. «Diese Unternehmen wollen wir über das neue Härtefallprogramm unterstützen», wird Filliger weiter zitiert. (cn)

Nähere Infos zur Umsetzung sind hier zu finden.

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