Coronapandemie
Nidwaldnerinnen und Nidwaldner können sich online für die Covid-19-Impfung registrieren

Der Kanton Nidwalden hat die Internetplattform für Covid-19-Impfungen aufgeschaltet. Somit können sich aktuell 65- bis 74-Jährige sowie enge Kontakte von Risikopersonen auch online für eine Impfung anmelden.

Martin Uebelhart
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Ab sofort kann sich die Nidwaldner Bevölkerung online für eine Impfung gegen Covid-19 registrieren. Das Anmeldesystem ist laut einer Mitteilung des Gesundheitsamts unter der Website nw.impfung-covid.ch zugänglich.

Nachdem alle impfwilligen Personen über 75 Jahren oder mit einer chronischen Vorerkrankung mit erhöhtem Risiko zumindest die erste Impfung erhalten hätten, könnten sich inzwischen 64- bis 75-Jährige sowie Betreuungspersonal und weitere enge Kontakte von besonders gefährdeten Personen impfen lassen. Neu würden Covid-19-Impfungen auch in den drei Apotheken in Stans durchgeführt. Auch hierfür könnten sich Personen, die gemäss Impfplan aktuell an der Reihe sind, online anmelden. Sie erhalten per SMS die beiden Impftermine zugestellt, sobald sie an der Reihe sind.

Je nach Nachfrage könne es länger dauern, bis ein nächster freier Termin verfügbar sei. Wer sich bereits auf einer Impf-Warteliste seines Hausarztes befinde, brauche keine Onlineanmeldung vorzunehmen. Er oder sie werde zum gegebenen Zeitpunkt von der Arztpraxis kontaktiert.

Personen, die keinen Zugriff zur Onlineanmeldung hätten oder die Anmeldung aus anderen Gründen nicht selber vornehmen könnten, werden gebeten, zuerst mit dem Hausarzt Kontakt aufzunehmen oder auf die Unterstützung ihres Umfelds oder von Organisationen wie Pro Senectute oder dem Roten Kreuz zurückzugreifen.

Kanton will effektiven Bedarf an Impfdosen eruieren

Auch alle weiteren impfwilligen Personen ab 16 Jahren könnten sich bereits jetzt online registrieren, schreibt das Gesundheitsamt weiter. Eine frühe Registrierung helfe mit, den effektiven Bedarf an Impfdosen im Kanton Nidwalden zu eruieren. Die Termine für die breite Bevölkerung würden anhand des weiteren Verlaufs der Impfaktion zum gegebenen Zeitpunkt freigeschaltet und auf geeignete Weise kommuniziert. Sofern die Impfstoffe weiterhin im momentanen Rhythmus und in der gegenwärtigen Menge einträfen, sei der Einbezug eines Impfzentrums absehbar, um die Durchimpfung der Bevölkerung zu beschleunigen. «Wir gehen davon aus, dass wir das Impfzentrum auf Mai hin in Betrieb nehmen werden», sagt Gesundheits- und Sozialdirektorin Michèle Blöchliger auf Anfrage. Auch hier werde das Online-Anmeldeverfahren zum Zug kommen. Die Planungen seien so weit fortgeschritten, dass ein Impfzentrum innert wenigen Tagen in Betrieb genommen werden könnte. Michèle Blöchliger weist aber auch darauf hin, dass es bei den Lieferfristen für die Impfstoffe immer wieder zu Anpassungen und Verzögerungen kommen könne. «Wie aktuell gerade bei jenem von Moderna.»

Für den Anmeldeprozess im Internet seien keine Dokumente notwendig. Personen, die einen Eintrag in den elektronischen Impfausweis wünschten, benötigten bei der Anmeldung die Nummer ihrer Krankenkassenversicherungskarte. Sowohl die Anmeldung zur Covid-19-Impfung als auch die beiden Impfungen selbst seien kostenlos.

16,2 Prozent haben mindestens eine Impfung erhalten

Je nach Andrang zu Beginn der Onlineanmeldung seien Wartezeiten auf der Website nicht auszuschliessen. Der breiten Bevölkerung wird daher empfohlen, sich nicht umgehend, sondern im Verlauf der nächsten Tage und Wochen zu registrieren. Die Registrierung allein hat keinen Einfluss auf die Zulassung der einzelnen Personengruppen zur Impfaktion.

Der Kanton Nidwalden hat bisher 13‘815 Impfdosen erhalten und davon bis Ende der vergangenen Woche 9776 verabreicht. Gegenwärtig haben 16,2 Prozent der Nidwaldner Bevölkerung, die sich theoretisch impfen lassen könnten (rund 36'500 Personen), mindestens eine Impfung erhalten. In der Statistik des Bundesamts für Gesundheit über die verimpften Dosen pro 100 Einwohner steht Nidwalden eher am Schluss der Liste, wie ein Blick auf die entsprechende Website zeigt. «Das ist uns auch aufgefallen und wir sind dabei, die Daten abzugleichen», sagt Michèle Blöchliger. «In Altersheimen und von der Spitex verimpfte Dosen sind offensichtlich noch nicht vollständig in die Statistik eingeflossen.»

Weitere Informationen auf der Website des Kantons Nidwalden.