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CVP Nidwalden bekennt sich zu Megaprojekt in Oberdorf

Fast einstimmig hat die CVP die Ja-Parole für den Ersatzbau Süd beim Waffenplatz Wil beschlossen. CVP-Regierungsrätin Karin Kayser und Swissint-Kommandant Fredy Keller rührten dafür die Werbetrommel.
Matthias Piazza

Tag der offenen Tür bei Swissint aus Anlass von 25 Jahren UNO-Einsätze. (Bild: Maria Schmid (Stans, 25. Oktober 2014))

Tag der offenen Tür bei Swissint aus Anlass von 25 Jahren UNO-Einsätze. (Bild: Maria Schmid (Stans, 25. Oktober 2014))

Das Verdikt hätte an der Delegiertenversammlung der CVP Nidwalden am Montagabend in Oberdorf nicht klarer sein können. 50 Delegationskarten wurden bei der Parolenfassung für die kantonale Abstimmung vom 23. September für ein Ja in die Höhe gestreckt. Nur ein einzelnes anwesendes Parteimitglied sprach sich gegen den 11-Millionen-Franken-Kredit für den Bau südlich des Waffenplatzes Wil in Oberdorf aus, den der Kanton gemeinsam mit dem Bund realisieren will.

Damit lagen die Parteimitglieder auf der Linie ihrer Vertreter im Landrat. Diese hatten sich bei der erstmaligen Debatte im April 2017 als einzige Fraktion geschlossen für das Projekt ausgesprochen. Im zweiten Anlauf im Mai dieses Jahres erteilte der Landrat mit 42 zu 12 Stimmen bei 3 Enthaltungen grünes Licht für das Vorhaben.

Alte Halle kann nur noch bis 2020 genutzt werden

An der Versammlung unterstrichen CVP-Regierungsrätin Karin Kayser und Swissint-Kommandant Fredy Keller die Notwendigkeit dieses Megaprojektes. Auslöser war der Bund. Dieser sucht einen Ersatz für die Halle auf dem Flugplatz Buochs, welche höchstens noch bis 2020 genutzt werden kann. Dabei gehe es nicht nur ums Einstellen der Fahrzeuge, wie Keller erläuterte. «Auf dem Areal betreiben wir auch eine vertiefte Sanitätsausbildung. Die Soldaten lernen etwa, wie man eine Infusion steckt und Leute aus einem Auto befreit.» Der zentrale Standort beim Waffenplatz sei dafür sehr geeignet, nur schon verkehrstechnisch. Der Bund beteiligt sich an diesem dreigeschossigen Bau mit 9,1 Millionen Franken, sofern die Nidwaldner an der Urne grünes Licht für den Kantonsanteil geben.

«Sechs Mal müssen Soldaten die Strasse überqueren»

Karin Kayser sprach bei der gemeinsamen Nutzung von Kanton und Bund von einem schweizweiten Novum und einer Chance, die es zu packen gelte. «Sechs Mal müssen die Soldaten die Strasse überqueren, bis sie vollständig ausgerüstet sind, weil das Zeughaus auf der anderen Strassenseite liegt», erwähnte sie als Beispiel, um die betrieblichen Missstände aufzuzeigen. Auch sonst genüge das Zeughaus nicht mehr den zeitgemässen Anforderungen. So müssten die Lagerräume aus statischen Gründen manuell bewirtschaftet werden. Mit dem Ersatzbau würden so mehrere Probleme auf einen Schlag gelöst werden. So sind im ersten und zweiten Stock Logistikflächen inklusive Retablierungsstelle und Büroräumlichkeiten des heutigen Zeughauses geplant. Eine öffentliche Tiefgarage mit 90 Parkplätzen soll die Parkplatzprobleme in Oberdorf entschärfen.

Für das alte Zeughaus habe der Kanton bereits mehrere Ideen für eine Nachnutzung entwickelt. Die Rede sei etwa von Zollfreilager oder Start-up-Unternehmen. Diese Ideen würden aber erst nach einem allfälligen Ja an der Urne weiterverfolgt.

Klare Ergebnisse zu nationalen Vorlagen

Bei den nationalen Vorlagen folgte die CVP Nidwalden ihrer nationalen Mutterpartei. Mit 49 zu 0 (bei 1 Enthaltung) sprach sich die Kantonalpartei für den Bundesbeschluss über die Velo- sowie die Fuss- und Wanderwege aus. Einstimmig Nein sagte sie zur Fair-Food-Initiative und zur Initiative über die Ernährungssouveränität.

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