DALLENWIL: «Dann lächle ich und bin freundlich»

Der Beruf Seilbahner ist so neu, dass es erst Lehrlinge gibt. Jarina Moscatelli gehört dazu. Als einzige Frau in der Männerdomäne.

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Jarina Moscatelli bedient eine Gruppe von Klassenzusammenkünftlern, die einen Apero in der Gondel geniessen. (Bild Geri Wyss/Neue NZ)

Jarina Moscatelli bedient eine Gruppe von Klassenzusammenkünftlern, die einen Apero in der Gondel geniessen. (Bild Geri Wyss/Neue NZ)

Ein paar Leute lösen an der Kasse der Luftseilbahn Dallenwil–Wirzweli ein Billett. Plaudernd und in heiterer Ferienlaune schlendern sie der Gondel entgegen, die sie an diesem sonnigen Sommertag aufs Wirzweli tragen wird. Eine Frau steckt das Ticket in den Leseautomaten, doch das Drehkreuz will sich nicht bewegen. Jarina Moscatelli hilft sofort, und nach einem kurzen Handgriff ist der Weg frei für einen gemütlichen Tag oben auf dem Berg.

Wenig später beschenkt die 17-jährige Dallenwilerin wieder einige Leute mit einem freundlichen Lächeln. Eine Gruppe hat sich zur Klassenzusammenkunft getroffen und wird gleich während der Bergfahrt einen Apéro in der Gondel geniessen. Eine Person nach der anderen reicht ihr Fluteglas, Jarina Moscatelli lässt den sprudelnden Prosecco hineingurgeln. Die Stimmung ist fröhlich, Sprüche werden geklopft.

Die Gäste treffen sie oft an
Jarina Moscatelli absolviert bei der Luftseilbahn Dallenwil–Wirzweli ihre Lehre als Seilbahnerin. Diese Lehre existiert erst seit 2006. Sie dauert in ihrem Fall vier Jahre und endet mit dem Erhalt eines eidgenössischen Fähigkeitszeugnisses. Üblicherweise steht in diesem Lehrgang die Bahntechnik im Vordergrund. Bei der Wirzweli-Bahn ist das etwas anders. «Der Betrieb ist zu klein dafür. Meine Arbeit besteht hauptsächlich im Kontakt zu den Gästen», klärt sie auf. So ist sie an drei bis vier Tagen gewissermassen an der Front anzutreffen: am Schalter, beim Betreuen von Gästen oder auch an der Rodelbahn auf dem Wirzweli. Im Winter kommt noch die Arbeit an drei Skiliften dazu, die ebenfalls der Luftseilbahn Dallenwil-Wirzweli AG gehören.

«Der Kontakt zu den Gästen gefällt mir besonders gut», sagt Jarina Moscatelli. Es gebe schon ab und zu mürrische Gäste, sagt sie, doch die meisten seien sehr nett. Und wenn sie doch mal angefaucht wird? «Dann lächle ich einfach und bin freundlich.» Das falle ihr nicht schwer. Sie selbst beschreibt sich als spontanen und lebenslustigen Menschen.

Geri Wyss

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Dienstag in der Neuen Nidwaldner Zeitung.