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DALLENWIL: Ein Dallenwiler ist der beste Fähnler

Erwin Langensand holt sich den Zentralschweizer Fahnenschwinger- Wanderpreis. Damit sorgte der 45-jährige Schreiner für eine grosse Überraschung.
Daniel Fischer aus Luzern musste sich erst im Stechen um den Sieg geschlagen geben. (Bild: Richard Greuter (Dallenwil, 25. Mai 2017))

Daniel Fischer aus Luzern musste sich erst im Stechen um den Sieg geschlagen geben. (Bild: Richard Greuter (Dallenwil, 25. Mai 2017))

Damit hatten die wenigsten gerechnet. Von 51 Teilnehmern am diesjährigen Fahnenschwinger-Wanderpreis des Zentralschweizerischen Jodlerverbandes (ZSJV), in der A&L-Werkhalle in Dallenwil, qualifizierten sich 15 Fahnenschwinger für den zweiten Durchgang. Als Favorit galt der letztjährige Sieger Erwin Langensand. Allerdings belegte der begeisterte Fahnenschwinger mit 27 von maximal 30 Punkten den letzten finalberechtigten Platz und war damit seine Favoritenrolle los. Doch im zweiten Durchgang liess er nichts mehr anbrennen und beendete die Ausmarchung beinahe fehlerfrei mit 29,50 und einem Gesamtresultat von 56,50 Punkten. Nach einem Stechen mit dem punktgleichen Daniel Fischer aus Luzern durfte sich Erwin Langensand endgültig als Sieger feiern lassen.

Allerdings war seine Teilnahme am Morgen noch keineswegs gesichert. «Ich wollte wegen Schulterproblemen gar nicht starten», begründete der 45-jährige Schreiner seine knappe Qualifizierung, meinte dann aber: «Ich konnte dann doch noch zeigen, dass ich es besser kann.» Um den dritten Rang mussten auch der Buochser Werner Gisler und Christian Kuster aus Attelwil AG nochmals antreten. Werner Gisler entschied das Stechen für sich und darf mit Erwin Langensand und Daniel Fischer am 18. Juni in Thun um den Eidgenössischen Wanderpreis kämpfen.

Drei Minuten Zeit zum Zeigen, was man kann

Die Anspannung und die Konzentration der Teilnehmer sind jeweils gross. Innerhalb von drei Minuten müssen sie zeigen, was sie können. «Das Niveau war in diesem Jahr besonders hoch», lobte Markus Zumbühl, Obmann der Fahnenschwingergruppe Wolfenschiessen. Da wird schnell mal klar, wie nahe Glück und Pech beieinander sind. Dies musste Stefan Fischer aus Fürigen erfahren. In aussichtsreicher Lage liess der routinierte Fähnler die Fahne fallen, verlor mehrere Punkte und landete auf dem letzten Platz.

Acht wachsame Augen beobachten jeweils die Vorträge und benoten sie. Selbst für kleinste Fehler, wie beispielsweise das Anheben der Ferse (Wippen) oder das Übertreten des Kreises, gibt es Abzug. «Wir müssen korrekt sein und vor allem bei jedem gleich», sagte Jury-Mitglied Martin Mathis.

Richard Greuter

redaktion@nidwaldnerzeitung.ch

Hinweis

Rangliste: 1. Erwin Langensand, Dallenwil. 2. Daniel Fischer, Luzern. 3. Werner Gisler, Buochs. Das Trio vertritt die Zentralschweiz am Final vom 18. Juni in Thun im Kampf um den Schweizer-Meister-Titel.

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