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Dallenwil geniesst die Älplerchilbi

Nach zwei Jahren fand am Montag die Älplerchilbi statt – 32 Umzugsnummern gab es zu sehen.
Richard Greuter
Jung und Alt waren beim Umzug in Dallenwil auf den Beinen. (Bilder: Richard Greuter, 28. Oktober 2019)

Jung und Alt waren beim Umzug in Dallenwil auf den Beinen. (Bilder: Richard Greuter, 28. Oktober 2019)

Der Titel «Bärglergruess», mit dem die Wiesenberger Jodler die 32 Älplerpaare und die Besucher am Montag in der Pfarrkirche in Dallenwil begrüssten, war gut gewählt. Der Jutz bewegte die Herzen. «Bewegungen» war denn auch die Kernbotschaft in der Predigt von Thomas Wallimann. Mit einfachen Beispielen erläuterte der Theologe, der den Festgottesdienst mit Pfarrer Erich Lehmann und Pastoralassistent Robi Weber gestaltete, wie man Bewegungen in der Natur beobachten kann.

Pfarrer Erich Lehmann, Festprediger Thomas Wallimann und Robi Weber gestalteten den Festgottesdienst.

Pfarrer Erich Lehmann, Festprediger Thomas Wallimann und Robi Weber gestalteten den Festgottesdienst.

Mit den bewegenden Trachtenröcken der Älplermeitschi spannte Thomas Wallimann einen Bogen zur Älplerchilbi und meinte: «Die Schönheit der Bewegungen in der Natur und im Leben werden uns heute den ganzen Tag begleiten.»

«Die Sonne sind wir selber»

Nach dem Festgottesdienst führte der Musikverein Dallenwil die Älplerfamilie mit rassigen Märschen ins Dorf. Dort mischten sich die Älplerinnen und Älpler unter das Volk und genossen einen Apéro. Das kühle feuchte Wetter tat der Festfreude dabei keinen Abbruch. «Die Sonne sind wir selber», meinte René Niederberger, einer der Hauptmänner, der mit Ehefrau Edith und seinen drei Töchtern das Erntedankfest genoss.

Am Nachmittag war ganz Dallenwil auf den Beinen. Bauernfamilien, Vereine und auch das Dallenwiler Gewerbe hatten keine Mühen gescheut. «Wenn schon nur alle zwei Jahre eine Älplerchilbi, dann wenigstens richtig», sagte Andreas Durrer, der mit Carmen Odermatt das Amt des Sennenmeisters betreute. Eröffnet wurde der Umzug mit einer Viehsente der Familie Walter Durrer.

Später folgten Alpakas, Ziegen, Schafe und Kaninchen. Getreu dem Motto «Heiter, frehlich, leydäschaftlich» wurde gezimmert, gesägt, gemauert und vor allem viel gefeuert. Zu bewundern waren 32 Nummern mit traditionellem Brauchtum und Interessantem aus dem Dorfleben. Die Bauern hatten mit einer Notfallplanung vorgesorgt: «Ou sind adr Äuplerchiubi da, wiä seu de das dr’Häimä ga? Ä Notfouplan isch parad, dass s’Veh das ai äläi uberstad!»

Am Abend nahmen Klaus Odermatt (Gyger-Chlais) und Sabine Christen die Dorfbevölkerung aufs Korn. In ihren Sprüchen kam unter anderem die Klimaproblematik zur Sprache: «Redsch friähner no vom Chauber-Handel, so isches hit dr Klimawandel.»

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