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DALLENWIL: Konzept5 erfüllt jeden Wunsch – auch pinke Elefanten

Hinter Grossanlässen wie etwa dem Spengler-Cup oder dem Strongman-Run steckt Konzept5. «Geht nicht, gibt’s nicht», lautet das Motto. Auch wenn es dafür vier Sattelzüge Strohballen braucht – und beim Strohlieferanten Kopfschütteln auslöst.
Matthias Piazza
Konzept5-Geschäftsleiter Mitch Dillier mit Administratorin Gerda Bünter. (Bild: Corinne Glanzmann (Dallenwil, 20. März 2018))

Konzept5-Geschäftsleiter Mitch Dillier mit Administratorin Gerda Bünter. (Bild: Corinne Glanzmann (Dallenwil, 20. März 2018))

Matthias Piazza

matthias.piazza@nidwaldnerzeitung.ch

Wer es nicht weiss, würde nie darauf kommen, dass in diesem Dallenwiler Gewerbegebiet vis-à-vis des Bahnhofs eine Firma beheimatet ist, die die Fäden von so grossen Veranstaltungen wie dem World Economic Forum oder dem Spengler-Cup in Davos in der Hand hat. Das kleine fünfköpfige Team der Konzept5 AG begnügt sich mit einem kleinen Büro an der Dammstrasse 2. Keine Sattelschlepper mit tonnenschwerem Equipment stehen auf dem Parkplatz. «Wir sind für den Veranstalter, was für den Hausherr der Architekt und der Generalunternehmer sind», erklärt Geschäftsführer Mitch Dillier (40), der das Unternehmen vor elf Jahren gegründet hat. «Wir übernehmen für den Veranstalter alles – vom temporären Bau über die Videopräsentation bis hin zum Organisieren von Showacts, der Entsorgung und dem Schneeräumen.»

Das benötigte Material mietet Konzept5 dann bei den geeigneten Lieferanten zu. Das hat laut Mitch Dillier mehrere Vorteile. «Ich kann dem Kunden das massgeschneiderte Equipment zur Verfügung stellen und erspare mir hohe Lagerkosten.» Die Rechnung geht auf. Mittlerweile realisiert die Konzept5 AG über 60 Projekte pro Jahr. Nach dem Motto «geht nicht, gibt’s nicht» würden praktisch alle Wünsche erfüllt. «Wenn jemand für seinen Anlass pinke Elefanten-Modelle in Lebensgrösse wünscht, fragen wir höchstens noch nach dem genauen Farbton», macht Mitch Dillier ein Beispiel.

«Wie gross ist denn Ihr Bauernhof?»

Selbst vor dem Strongman-Run in Engelberg schreckte er nicht zurück, als er vor sechs Jahren für die Organisation angefragt wurde. «Wie gross ist denn Ihr Bauernhof?», habe ihn der Strohlieferant verdutzt gefragt, als er bei ihm vier Sattelzüge Strohballen für den Hindernislauf bestellt habe. Seither ist das Dallenwiler Unternehmen für sämtliche Spezialbauten und die gesamte Technik inklusive Stromversorgung und Beschallung des Anlasses zuständig. Beim World Economic Forum in Davos ist Konzept5 als einzige Technikfirma in der sogenannten roten Zone für die Infrastruktur zuständig. Auch der Spengler-Cup steht auf der Referenzliste. 35 Lastwagen mit Material werden jährlich nach Davos verfrachtet. «Schneit es, ist die Strasse gesperrt und die Ware trifft vielleicht erst zwei Tage später als geplant ein. Diese Verspätung müssen wir dann aufholen.»

Doch nicht nur bei diesen prestigeträchtigen Veranstaltungen muss die Infrastruktur pünktlich bereit sein. «Egal, was passiert, um 20 Uhr geht der Vorhang auf. Wir können unsere Besucher nicht warten lassen.»

Oft ist die Vorlaufzeit kurz. Eine schwedische Firma etwa entschied erst am 31. Dezember, dass sie Mitte Januar ihren Anlass in Engelberg durchführt. «Doch zeitlich knapp wird es bei jedem Anlass», weiss Mitch Dillier aus seiner langjährigen Erfahrung. «Da braucht es jemanden, der cool bleibt, das bin meistens ich», lacht er. «Die nervöseste Person ist meistens der Kunde.»

Doch auch nach elf Jahren mit sich wiederholenden Anlässen könne von Routine keine Rede sein. «Jeder Anlass ist einmalig und wieder eine neue Herausforderung, auch wenn er schon zum siebten Mal durchgeführt wird.»

Es begann im Chäslager mit Scheinwerfern

Seine Leidenschaft fürs Organisieren entfachte sich bei ihm schon als Jugendlicher. «Als 14-Jähriger durfte ich im Stanser Chäslager Scheinwerfer für eine Theateraufführung montieren.» Bei Stagelight in Herisau wurde er ins professionelle Handwerk der Eventtechnik eingeführt. 2007 gründete der gebürtige Sarner er seine eigene Firma. Und die Auftragsbücher sind noch immer voll.

In die Zukunft blickt er optimistisch, auch wenn immer mehr Anbieter auf den Markt drängten. Von Konkurrenz will er aber nicht sprechen. «Die Schweizer Eventbranche ist wie ein grosser Zirkus. Man kennt sich und hilft einander auch schon mal aus.» Damit der Vorhang auch künftig pünktlich aufgeht.

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