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Spätestens 2021 ist Schluss mit Skifahren auf dem Wirzweli

Der schneearme Winter sorgt für Sorgenfalten bei der Luftseilbahn Dallenwil-Wirzweli AG und riss ein Loch in die Kasse. Der Skisport hat auf dem Wirzweli keine Zukunft mehr.
Franz Niederberger
Zu oft wars auf dem Wirzweli nichts mit Skifahren. Spätestens 2021 ist definitiv Schluss. (Bild: Corinne Glanzmann (Wirzweli, 23. Dezember 2014))

Zu oft wars auf dem Wirzweli nichts mit Skifahren. Spätestens 2021 ist definitiv Schluss. (Bild: Corinne Glanzmann (Wirzweli, 23. Dezember 2014))

Franz Niederberger

redaktion@nidwaldnerzeitung.ch

Die Luftseilbahn Dallenwil–Wirzweli, die Lebensader der Destination, hat Sorgen. Dies zeigte sich an der 53. Generalversammlung, zu der Verwaltungsratspräsident Josef Langenegger am vergangenen Mittwoch 54 Aktionäre begrüssen konnte.

Aufgrund von schlechten Perspektiven wird eine Ära zu Ende gehen. Der Verwaltungsrat hat entschieden, den Skibetrieb nur noch so lange aufrechtzuerhalten, bis grössere Investitionen anstehen. Dazu sollen parallel alternative Attraktivitäten lanciert und damit die Abhängigkeit vom Skibetrieb reduziert werden. «Aus heutiger Sicht wird gemäss der aktuellen Planungsrechnung spätestens nach dem Winter 2020/21 der Skibetrieb eingestellt», sagte Verwaltungsratspräsident Josef Langenegger zum durchaus auch emotionalen Thema. Bei schlechten Wintern wie den beiden vergangenen wird die Schliessung vorverschoben. Für den Verwaltungsrat ist es gemäss Josef Langenegger die Aufgabe, die Bahn und die Nebenbetriebe langfristig existenziell zu sichern.

Künstliche Beschneiung ist nicht möglich

Diese Nebenbetriebe bescherten dem Unternehmen einen hap­pigen Verlust. Der Erfolg der Nebenbetriebe und damit die Möglichkeit, Dividenden auszuzahlen, ist direkt vom Skibetrieb und damit auch von Wetter und Klima abhängig. Der Verwaltungsrat hat sich intensiv mit der Zukunft des Skibetriebes auseinandergesetzt und musste feststellen, dass die Schneesicherheit immer weiter abnimmt und die 40 Betriebstage in den beiden letzten Wintern weit unter dem Durchschnitt der Zentralschweizer Skiorte lagen. Dazu komme der Trend, dass die grossen Skigebiete immer grösser werden und den «Kleinen» die Skifahrer weglocken. Fast die Hälfte der Pisten würden heute künstlich beschneit. Auf Wirzweli besteht dazu wegen des fehlenden Wassers keine Möglichkeit. Als Hauptgrund für den Verlust von rund 190000 Franken (Betrieb der Nebengeschäfte 140000 und Betrieb Luftseilbahn 50000) bezeichnete Geschäftsführerin Hanny Odermatt denn auch die schlechten Schneeverhältnisse.

Sehr konstruktiv entwickelt sich dafür die Zusammenarbeit mit der Wiesenbergbahn. Im technischen Bereich wurde ein Zusammenarbeitsvertrag erstellt, die Vermarktung beider Bahnen erfolgt gemeinsam. Seit dem 1. Januar 2017 ist das neue Tourismusgesetz des Kantons Nidwalden in Kraft. Eine Arbeitsgruppe unter Führung der Gemeinde Dallenwil lotet die Möglichkeiten der Verteilung der vorhandenen Mittel aus.

Rücktritt nach 54 Jahren im Verwaltungsrat

Für die Dauer von vier Jahren wurden im Verwaltungsrat Hanny Odermatt, Josef Langenegger, Beat Ettlin, Max Galliker und Felix Odermatt bestätigt. Nach 54 Jahren Zugehörigkeit im Verwaltungsrat hatte Margrit Niederberger ihre Demission eingereicht. Für Josef Langenegger war der vergangene Mittwoch deshalb ein historischer Tag: «Margrit Niederberger zieht sich aus dem Verwaltungsrat zurück, nicht aber von ihrem Lebenswerk. Über ein halbes Jahrhundert stand sie im Einsatz, sie ist eine Legende.» Wegen ihrer ausserordentlichen Dienste wählte die Versammlung Margrit Niederberger mit grossem Applaus zur neuen Ehrenpräsidentin.

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