Dallenwil
Ürtekorporation genehmigt positive Rechnung

An der ersten Versammlung unter der neuen Ürtevögtin Iren Odermatt war unter anderem ein Schutzwaldprojekt grosses Thema.

Franz Niederberger
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Zu ihrer ersten Ürtegemeindeversammlung als Ürtevögtin begrüsste Iren Odermatt 26 Ürtnerinnen und Ürtner von Dallenwil. Sie informierte über die laufenden Arbeiten. Das Jahresprogramm wurde an einer Sitzung mit Vertretern vom Amt für Wald, der Genossenkorperation Buochs und der Ürte Dallenwil festgelegt. Erfreulich ist die Auslastung im Forstbetrieb. Nebst Holzschlägen, Pflegearbeiten, Bepflanzungen und der Neophyten- Bekämpfung stehen auch Unterhalts- und Verbauungsarbeiten im Gebiet Krättlig und Steinibach auf dem Programm.

Ürtevögtin Iren Odermatt und ihr Vorgänger Felix Odermatt.

Ürtevögtin Iren Odermatt und ihr Vorgänger Felix Odermatt.

Bild: Franz Niederberger (Dallenwil, 2. Juni 2021)

Die Verknappung des Rohstoffes Holz erschwert die Planung bei vielen Unternehmen. Die Holzpreise sind nämlich gestiegen. Nachdem die Rohstoffpreise von 2017 bis 2020 um rund 20 bis 25 Prozent sanken, sind die momentanen Erlöse auf dem Niveau von 2017. Das geplante Schutzwaldprojekt hätte bis 2023 gedauert, für die Schäden des Sturms Sabine musste aber der ganze Restkredit aufgewendet werden. Aus diesem Grund wurde das neue Schutzwaldprojekt früher gestartet. Seine Umsetzung ist von 2021 bis 2030 vorgesehen. Damit ist die Planungssicherheit für den Schutzwald unterhalb der Wissiflue, welcher für die Bevölkerung von grosser Wichtigkeit ist, gewährleistet. Das neue Projekt wurde von Förster Andreas Mathis dokumentiert und ausgewertet. Offen, reibungslos und kollegial funktioniere die Zusammenarbeit mit den Buochser-Genossen, wie alt Ürtevogt Felix Odermatt im Jahresbericht 2020 festhielt.

Im November 2020 pflanzten die «Wölfli» der Pfadi Dallenwil im Brandwald zudem klimaresistente Bäumchen. Die innerhalb eines Schutzzaunes gepflanzten Hopfenbuchen, Blumeneschen, Eichen und Lerchen gedeihen prächtig, wie die Jugendlichen bei einer Begehung diesen Frühling beobachten konnten.

Zusätzliche Kosten durch Sturmschäden

Zustimmung erhielt die positive Jahresrechnung. Sie ermöglichte wiederum die Auszahlung des obligaten Ürtenutzens. Beim Forstbetrieb sorgte Sturm Sabine für zusätzliche Kosten in der Höhe von 112'000 Franken. Genehmigt wurde auch eine Servituts-Ablösung der Liegenschaft Greben 1 in Dallenwil. Unbürokratisch entschied der Ürterat, auf die Pachtzinsen beim Gasthaus zum Kreuz und dem Ferienhaus Lueg is Tal während der vorgeschriebenen Schliessungen infolge Corona zu verzichten. Ausserordentlich umfangreich gestaltete sich die Bewirtschaftung der Liegenschaften und Heizzentralen.

Die Ürteversammlung bedankte sich zum Schluss mit einem grossen Applaus bei Felix Odermatt für die 28 Jahre, in denen er die Ürte prägte. 20 Jahre lang war er Ürtevogt, acht Jahre lang Ürteschreiber. Eine persönliche Laudatio in «Chässpruch»-Form von Klaus «Geyger-Klaus» Odermatt war für seine Tätigkeit treffend.