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DALLENWIL: Viehpreise sorgen für Stirnrunzeln

Der Viehzuchtverband befürchtet sinkende Preise beim Schlachtviehmarkt. Zu reden gaben auch fragwürdige Praktiken bei nationalen Viehschauen.
Ihre Kühe haben eine Lebensleistung von mehr als 100000 Kilogramm Milch: Christian Gander, Walter Lussi, Betriebsgemeinschaft Hanspeter Odermatt und Bruno Wyrsch sowie Heinz Odermatt (von links). (Bild: Richard Greuter (Dallenwil, 10. März 2017))

Ihre Kühe haben eine Lebensleistung von mehr als 100000 Kilogramm Milch: Christian Gander, Walter Lussi, Betriebsgemeinschaft Hanspeter Odermatt und Bruno Wyrsch sowie Heinz Odermatt (von links). (Bild: Richard Greuter (Dallenwil, 10. März 2017))

Für einmal begann Präsident Walter Durrer die Delegiertenversammlung mit einem Blick auf die Weltpolitik. Insgeheim freuen sich die Bauern, dass der amerikanische Präsident Donald Trump die Verhandlungen mit der EU über das Transatlantische Freihandelsabkommen gestoppt hat. Das Bundesamt für Landwirtschaft äusserte schon länger die Absicht, bei der Agrarpolitik 20 plus die Grenzen für Fleisch zu öffnen, sollte das Abkommen eintreffen und die Schweiz nicht mitziehen. «Dann haben wir beim Schlachtviehmarkt, wo wir noch gute Preise haben, die gleiche Situation wie bei der Milch», so Walter Durrer. Im Weiteren stören sich die Viehzüchter an den tiefen Preisen beim Nutzviehmarkt. «Es kann doch nicht sein, dass eine trächtige Kuh 200 Franken billiger gehandelt wird, als wenn wir sie zum Schlachthof führen», bemängelte der Präsident.

Neben der einheimischen Grossviehschau im Oktober nehmen die Züchter auch an auswärtigen Schauen teil. Als Beispiel nannte er den Luzerner Kantons­cup in Menznau. Ein Highlight vor allem für die jüngeren Züchter war die Rinder-Night­show in Sarnen. Grosse Beachtung finden immer wieder die Zuchtfamilienschauen. «Es ist immer wieder eine Freude, wenn man Gast sein darf», lobte Durrer die Arbeit der Züchter. Ein Höhepunkt eines ­jeden Züchters ist, wenn eine Milchkuh die Marke von 100000 Kilogramm Milch überschreitet. Christian Gander, Walter Lussi, Heinz Odermatt sowie die Betriebsgemeinschaft Hanspeter Odermatt und Bruno Wyrsch wurden von Josef Portmann, Vorstandsmitglied von Braunvieh Schweiz, dafür ausgezeichnet. Portmann lobte Nidwalden als engagierten Zuchtverband. Regierungsrat Ueli Amstad ging auf die Wirtschaftlichkeit der Viehzucht ein: «Man muss mit der Landwirtschaft leben und überleben können.»

Verklebte Euter kein Thema in Nidwalden

Josef Portmann äusserte sich auch über die Praxis, wo bei nationalen Schauen Euter verklebt wurden, was bei Medien und Konsumenten für Gesprächsstoff sorgte. Neu ist jedes Viehschau-OK verpflichtet, eine Kommission von drei Personen zu bilden, welche die Euter kontrolliert und bei Bedarf für Melkgelegenheit sorgt. Franz Odermatt, OK-Chef der Nidwaldner Grossviehschau, erachtet diese Massnahmen als übertrieben: «Diese Probleme sind nicht bei uns entstanden.» Bei der Nidwaldner Grossviehschau sei immer eine Tierärztin vom Laboratorium der Urkantone vor Ort. «Einen Euterdruck hat sie noch nie beanstandet.»

Richard Greuter

redaktion@nidwaldnerzeitung.ch

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