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DALLENWIL: Wieder freie Fahrt auf Wiesenbergstrasse

Die erste Etappe der Sanierung der Wiesenbergstrasse ist zu Ende. Die Kritik am Bauregime ist nicht verstummt. Der Kanton relativiert und spricht von einer guten Zusammenarbeit mit den Anwohnern.
Matthias Piazza
Die Sanierungsarbeiten an der Wiesenbergstrasse im vergangenen Sommer. (Bild: PD)

Die Sanierungsarbeiten an der Wiesenbergstrasse im vergangenen Sommer. (Bild: PD)

Matthias Piazza

matthias.piazza@nidwaldnerzeitung.ch

Die Wiesenberger haben die erste Saison mit dem Sperrregime der Wiesenbergstrasse hinter sich. Seit Mai bis Ende Oktober war die Strasse wegen der umfangreichen Bauarbeiten werktags von 7 bis 12 Uhr und von 13 bis 17.30 Uhr für den Verkehr gesperrt. Bis zum Start der zweiten Etappe Anfang Mai 2018 ist die Strasse wieder normal befahrbar (mit Ausnahme der Wintersperren).

Niklaus Studer, Projektleiter Kantonsstrassen, zieht eine positive Zwischenbilanz. «Die Anwohner haben sich schnell an das Regime mit den Sperrzeiten gewöhnt und sich damit arrangiert.» Von den rund 150 betroffenen Leuten hätte sich nur eine Handvoll negativ geäussert. Während der ersten Bauphase, die sich von der Lourdesgrotte bis zum Fulplattencher erstreckt, wurden verschiedene Stützmauern entlang der Strasse saniert oder neu erstellt.

Budget konnte eingehalten werden

Um die Anforderungen an den Landschaftsschutz zu gewährleisten, wurden die neuen Stützmauern mit Natursteinen versehen. Dank eines besseren Belags und eines verstärkten Unterbaus konnte die zulässige Verkehrslast auf 32 Tonnen erhöht werden. Das anfallende Regenwasser wird über die sanierten und neu erstellten Drainage- und Entwässerungsleitungen in den Steinibach geleitet. Die veranschlagten Baukosten von 1,25 Millionen Franken konnten eingehalten werden, wie die Bau­direktion in einer Medienmit­teilung schreibt. Ende Oktober 2020 soll die Sanierung dieses ersten Abschnittes abgeschlossen sein. Auf total fünf Etappen wurde das Projekt aufgesplittet. Und jede Etappe dauert im Schnitt rund fünf Jahre. Das heisst, dass die Wiesenberger noch bis im Jahr 2042 mit den sommerlichen Sperrungen leben müssen. Ljubisa Jankovic, Wirt des Berggasthauses Arviblick auf Wirzweli, hat für diese gestaffelte Sanierung über 25 Jahre kein Verständnis. «Mir wäre es lieber gewesen, die Strasse in einem Zug während dreier Jahre zu sanieren. Das sehen auch meine Gäste so.»

Für die Anwohner auf Wiesenberg und Wirzweli seien die Strassensperrungen sehr mühsam. Die Restaurants hätten Einbussen, weil viele Gäste wegen der nur sehr eingeschränkten Zufahrt wegblieben. Auf Missfallen stosse auch die Tatsache, dass die Strasse nach der Sanierung teilweise schmaler sei als zuvor. Niklaus Studer hat für den Unmut ein gewisses Verständnis. «Sperrungen sind für die Be­troffenen natürlich nicht angenehm.» Doch sei die Staffelung ein Kompromiss, der mit den Anwohnern und der Baudirektion im Voraus ausgehandelt worden sei. «Im Winter wäre die Sperrung der Strasse nicht zumutbar, da die Ausweichroute über das Ächerli dann nicht befahrbar ist.» Zudem sei die Aufsplittung der Kosten vor allem politisch motiviert. «Der Landrat hat sich damals entschieden, die Kosten von 40 Millionen Franken auf jähr­liche Tranchen zu 1,5 Millionen Franken zu verteilen.»

Kanton will am Sperrregime festhalten

Zwischen Mai und Oktober 2018 kommt der zweite Abschnitt an die Reihe. «An den Sperrzeiten wollen wir festhalten. Diese haben sich bewährt. Damit kommen wir den Anwohnern sehr entgegen. Denn die dauernde Öffnung und Sperrung der Strasse stellt für die Bauleute eine extreme Herausforderung dar. So müssen bereits um 11 Uhr die Bauarbeiten wieder eingestellt und die Strasse geräumt werden, damit sie um 12 Uhr wieder befahren werden kann», macht Niklaus Studer ein Beispiel.

Den Eindruck, dass die Strasse nach der Sanierung schmäler werde, widerlegt er. «Die Strasse war vorher schon nur 3,6 Meter breit, aber alte Ausweichstellen wurden zurückgebaut und durch neue an optimierten Stellen auf Sichtweite ersetzt.» Eine gute Nachricht kann Niklaus Studer aber in Aussicht stellen. «Wir prüfen, ob wir künftig einzelne Etappen zusammenlegen und so die Gesamtbauzeit, die momentan auf 25 Jahre angesetzt ist, verkürzen können.»

Impressionen von der 1. Etappe der Sanierung der Wiesenbergstrasse in Dallenwil. (Bild: PD)

Impressionen von der 1. Etappe der Sanierung der Wiesenbergstrasse in Dallenwil. (Bild: PD)

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