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Redaktor Oliver Mattmann und sein letztes «Blitzlicht».
Oliver Mattmann

Der viel zu frühe Tod unseres Pfarrers in Stans hat mich bewegt. Es ist noch nicht lange her, da hat David Blunschi eines unserer Kinder getauft. Ich habe seine liebenswerte, besonnene Art und seinen Schalk sehr geschätzt. Glauben Sie mir, ich hätte in meinen letzten Tagen bei der Zeitung lieber über etwas Erfreulicheres geschrieben, als die Rückkehr Blunschis zum Herrn und seine Beerdigung in der voll besetzten Kirche – übrigens mit dem Einverständnis seiner Eltern und des Pfarreiteams.

Oliver Mattmann. (Bild: Corinne Glanzmann)

Oliver Mattmann. (Bild: Corinne Glanzmann)

Aber wie der Tod zum Leben, so gehören auch solche Aufträge zum Alltag einer Lokalzeitung, sofern ein öffentliches Interesse an der Person besteht. Ein Satz seines selber verfassten Lebenslaufes, der an der Abdankungsfeier vorgetragen wurde, ist mir besonders in Erinnerung geblieben: «Ich bin mir bewusst, dass ich es nicht allen recht machen konnte.» Lieber David, wenn ich darauf noch etwas entgegnen könnte, würde ich dir Folgendes sagen: «Genau so soll es auch sein!» Niemand darf vom anderen erwarten, dass er absolut fehlerlos ist. Jeder hat zwischendurch schlechte Laune, jeder trampt einem anderen mal ohne böse Absicht auf die Füsse oder macht aus einer Mücke einen Elefanten und bereut es später.

Als Journalist lernt man rasch, wie illusorisch es ist, es allen Recht machen zu wollen – zu sehr steht man zwischen den Fronten; zu stark weicht der Auftrag einer Zeitung teils von persönlichen Interessen der Protagonisten ab. Eines hoffe ich aber zum baldigen Ende meines Kapitels auf der Redaktion: Dass ich mich bemüht habe, so fair und offen wie möglich zu kommunizieren. Sollte dies nicht immer gelungen sein, bitte ich um Verzeihung, und hoffe, dass Sie sich an anderen Artikeln umso mehr erfreuen konnten. Ich wünsche Ihnen persönlich alles Gute für die Zukunft und weiterhin eine interessante Lektüre nahe am Geschehen in Nidwalden und Obwalden.

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