Das Eisfeld in Ennetbürgen ist beliebt

Jung und Alt tummeln sich auf dem synthetischen Eis. Die Schulkinder verbringen ihre Turnstunden einmal anders.

Ruedi Wechsler
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Auf dem Eisfeld herrscht Hochbetrieb.

Auf dem Eisfeld herrscht Hochbetrieb.

Bild: Ruedi Wechsler (Ennetbürgen, 9. Januar 2020)

Schon am 5. Januar, einen Tag nach der offiziellen Eröffnung, machten unzählige Familien mit ihren Kindern vom Eisfeld auf dem Schulareal in Ennetbürgen Gebrauch. Beim Schulbeginn einen Tag später konnten es die Schulkinder kaum erwarten, die Turnstunden nun für die nächsten drei Wochen auf dem gleich neben den Schulanlagen installierten Eisfeld zu verbringen.

Auf der rutschigen Unterlage ging es gleich zu Beginn bunt zu und her. Ein Junge meinte nach der Turnlektion: «Kaum hat man sich wieder an das Schlittschuhfahren gewöhnt, muss man schon wieder die Schulbank drücken.» Neun Eismeister des Ambrì-Piotta-Fanclubs Buochs betreuen die Besucher und sind bestrebt, dass alle die richtigen Schlittschuhe tragen, sie gut geschliffen sind und dass es auf dem Eisfeld unfallfrei bleibt. Die mit synthetischen Platten verlegte Eisfläche bietet 360 Quadratmeter für Eishockey, Eislaufen und Eisstockschiessen.

Das Angebot kommt im schneelosen Winter an

Initianten und Träger des zum zweiten Mal veranstalteten Angebots sind die Gemeinde Ennetbürgen und der Ambrì-Piotta Fanclub Buochs. Am Eröffnungsapéro begrüsste Gemeindepräsident Peter Truttmann alle Sponsoren, Helfer und Besucher. Er dankte der Gemeinde Ennetbürgen, der Kirchgemeinde, der Genossenkorporation, dem Sportamt Nidwalden und der Raiffeisenbank Nidwalden, alles Hauptsponsoren des Eisfelds. Ebenso dankte er Arena Sport Buochs, der alle Helfer und Eismeister einkleidet. Trudy Wittwer (Arenabeizli), Peter Truttmann (Gemeinde Ennetbürgen), Beat Odermatt (Hauswart der Schule Ennetbürgen) und Ruedi Wechsler sind die Macher hinter dem Anlass.

Emanuel Steiner, Lehrer der 4. Klasse, war am Donnerstagnachmittag mit zirka 30 Schülern auf dem Eisfeld anzutreffen. Für ihn sei diese Arena gerade in einem Winter ohne Schnee, ohne Schneeballschlachten und ohne Schlitteln ein geniales Angebot. «Hier kann man den Wintersport auf dem Pausenplatz geniessen. Schlittschuhe anziehen, Schlittschuhlaufen, das direkt vor der Haustür, einfach grossartig», meinte Emanuel Steiner.

Auch die Schüler sind voll des Lobes. Auf die Frage, wie das Angebot bei ihnen ankomme, meint Lara Schaffhauser: «Also auf einer Skala von eins bis zehn gebe ich eine zehn». Gleicher Meinung war auch Chiara Mayer. Die beiden schwärmten von der grossen Eisfläche. Maya Zimmermann findet es cool, dass sie mit der Klasse gemeinsame Stunden auf dem Eisfeld erleben darf. Ausserhalb der Arena sitzt Lenn Gabriel im Rollstuhl. Er brach sich kurz vor Weihnachten beim Skifahren das Schienbein. Natürlich würde er auch gerne mitspielen. «Das Zuschauen tut schon weh», erzählte der Pechvogel mit trauriger Stimme.

Mehr Anmeldungen von Vereinen und Firmen erhofft

Nach der ersten Woche zieht auch Trudy Wittwer vom Arenabeizli eine positive Bilanz. «Alle Besucher machen auf mich einen glücklichen und zufriedenen Eindruck. Sie fühlen sich im heimelig dekorierten Lokal wohl.» Für die nächsten Tage seien einige Gruppenreservationen eingegangen. Sie wünscht sich noch vermehrte Anmeldungen von Vereinen und Firmen. Denn ein solches Projekt sollte die Bevölkerung besuchen, findet sie. «Die Gelegenheit für Personen, die sich immer wieder mal über ein zu schläfriges Dorfleben beschweren», sagte Trudy Wittwer.

Das Eisfeld gibt es noch bis 26. Januar. An Schultagen ist das Eis von 8 bis 16 Uhr (ausser Mittwochnachmittag) für die Schulen reserviert. Informationen zu den Öffnungszeiten finden Sie unter www.ennetbuergen.ch.