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Das Engelbergertal stellt sich seinem Verkehrsproblem

Oberdorf, Dallenwil, Wolfenschiessen und Engelberg leiden unter dem Verkehr. Nun sind erste Vorschläge entstanden.
Matthias Piazza
Auch Autos aus dem Engelbergertal (rechts im Bild) befahren den Kreisel Kreuzstrasse. (Bild: Manuela Jans-Koch, Stans, 11. August 2019)

Auch Autos aus dem Engelbergertal (rechts im Bild) befahren den Kreisel Kreuzstrasse. (Bild: Manuela Jans-Koch, Stans, 11. August 2019)

Stauten sich vor wenigen Jahren die Autos im Engelbergertal noch an wenigen Spitzentagen im Jahr, so hat sich dies grundlegend geändert. Am stärksten von dieser Entwicklung betroffen ist die Gemeinde Wolfenschiessen. Sie hat darum mit Oberdorf, Dallenwil und Engelberg eine Kommission ins Leben gerufen mit dem Ziel, gemeinsam verkehrsentlastende Massnahmen auszuarbeiten und diese nun Schritt für Schritt anzupacken und umzusetzen, wie es in einer gemeinsam verfassten Medienmitteilung heisst.

Die Kommission, präsidiert vom Wolfenschiesser Gemeinderat Remigi Zumbühl, hat in den vergangenen Monaten das Thema «Verkehrsentlastung Engelbergertal» unter verschiedenen Blickwinkeln wie etwa Wohnqualität, Umwelt- und Naturschutz, Standortattraktivität, Finanzen, Tourismus, Volkswirtschaft oder der Klimaerwärmung betrachtet.

Massnahmen sind nicht in Stein gemeisselt

Nun sind erste Ideen für kurz-, mittel- und langfristige Massnahmen entstanden (siehe Kasten). Sie wurden vergangenen Donnerstag den politischen Vertretern von Kanton und Gemeinden und weiteren Verantwortlichen vorgestellt. Diese Massnahmen seien aber nicht in Stein gemeisselt. Vielmehr erhoffe sich die Kommission weitere Denkanstösse von der Vernehmlassung bei den politischen Gremien und den Tourismusanbietern. «Nur wenn wir den Fächer breit öffnen und die Bezeichnung unmöglich streichen, kommen wir zu zählbaren Resultaten», wird Remigi Zumbühl in der Medienmitteilung zitiert.

Nach dem Ablauf der Vernehmlassung Ende September will die Kommission die weiteren Schritte festlegen. Wunder dürften laut dem Kommissionspräsidenten keine erwartet werden. «Wir sind uns der Tatsache bewusst, dass wir hier ein Generationenprojekt in Gang setzen. Ziel ist es jedoch, dass wir als Verbund der vier Gemeinden die eine oder andere kurzfristige Massnahme umsetzen können.»

Als Beispiel nennt Remigi Zumbühl etwa die attraktive Vermarktung des öffentlichen Verkehrs oder die Installation eines Staumelders in Engelberg. Damit erhoffen sich die Vertreter der vier Gemeinden, etwa dass sich so die Gäste zu einer gestaffelten Rückreise animieren lassen.

Diese Massnahmen sind vorgeschlagen

Kurzfristig: Parkleit- und Informationssystem bei der Autobahn-Ausfahrt Stans Süd Richtung Süden; attraktive Vermarktung des öffentlichen Verkehrs mit Zentralbahn und Gratis-Bus in Engelberg, Staumelder in Engelberg, stärkere politische Einflussnahme bei der strategischen Ausrichtung der Verkehrsplanung.

Mittelfristig (ein bis drei Jahre): Ausbau Angebot von Extrazügen der Zentralbahn, Optimierung des Stanser Kreisels Kreuzstrasse, Schaffung attraktiver Angebote/Kombinationen für Anreise mit dem öffentlichen Verkehr, Ausweitung des Nidwaldner Hotel-Tickets auf Engelberg.

Langfristig (über drei Jahre): Umfahrung von Wolfenschiessen, Carterminals/-parkplätze in Autobahnnähe, Weiterverfolgung und politische Unterstützung eines Skigebiets-Zusammenschlusses zur Gewinnung von Langzeitgästen.

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