Das Land soll neu verteilt werden

In der Gemeinde Wolfenschiessen stehen mit Bahnübergangs-Sanierungen, Hochwasserschutz und dem Bau eines Wasserkraftwerks Projekte an, von denen einige Landbesitzer und Landwirte betroffen sein werden.

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Die Gemeinde Wolfenschiessen. (Bild: Archiv Neue LZ)

Die Gemeinde Wolfenschiessen. (Bild: Archiv Neue LZ)

Die Sanierung und Schliessung von Bahnübergängen, der Hochwasserschutz der Engelberger- Aa und das geplante Wasserkraftwerk im Engelbergertal erfordern in der Gemeinde Wolfenschiessen eine Neuordnung landwirtschaftlich genutzter Flächen. Eine Vorstudie hat nun gezeigt, dass die Neuordnung im Rahmen eines Meliorationsprojekts umgesetzt werden könnte.

Das bedeutet, dass das Land der betroffenen Grundeigentümer einer extra dafür gegründeten Flurgenossenschaft übergeben wird. Dann werden die Flächen neu verteilt und neue Güter- und Erschliessungswege gebaut.

Vorbild aus dem Kanton Aargau

Durch das Meliorationsprojekt können die Kosten deutlich gesenkt werden, wie die Landwirtschafts- und Umweltdirektion des Kantons Nidwalden in einer Mitteilung schreibt. Als Vorbild dient die Melioration der Aargauer Gemeinde Boswil. Die betroffenen Grundeigentümer und Landwirte konnten sich an einer Präsentation über dieses Projekt informieren und erhielten einen Eindruck von den Risiken und Chancen eines solchen Projekts.

Für die Durchführung der Melioration muss nun eine Flurgenossenschaft gegründet werden. In der Flurgenossenschaft müssen alle Grundeigentümer des Projektgebiets Mitglied sein. Wenn die Flurgenossenschaft das Land erwirbt und in die Melioration einfliessen lässt, sei eine optimale Verteilung der Flächen auf die einzelnen Bewirtschafter und Grundeigentümer möglich.

Das Ziel ist, dass jeder betroffene Grundeigentümer und Landwirt von der Melioration profitieren kann. Die Kostenbeteiligung soll für jeden Grundeigentümer anhand seines Nutzens aus der Melioration berechnet werden.

Langer Prozess steht bevor

Der Gemeinderat Wolfenschiessen sieht die Melioration unter den gegebenen Rahmenbedingungen als Chance. Er begrüsst und unterstützt das Projekt und werde sich auch dafür einsetzen.

Zurzeit werden erste Gespräche mit den Korporationen geführt. Im Frühjahr sind Gespräche mit den Grundeigentümern geplant. Im weiteren Verlauf sollen die Grundeigentümer in einem Mitwirkungsverfahren ihre Anliegen einbringen können. Ein Planungsbüro wird später das Gebiet für die Melioration vorschlagen. Das Gebiet wird dann öffentlich aufgelegt und jeder Grundeigentümer könnte dann Einsprache erheben.

pd/das