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Vor zehn Jahren: In Engelberg platzt das Luftschiff

Im aktuellen «Weisch nu» blicken wir auf den August 2008 zurück. Vor zehn Jahren gab es am Bürgenstock noch ein Rock-Open-Air, war der Bau der neuen Brunni-Bahn voll im Gang und zerplatzte am Obwaldner Himmel nicht nur ein Luftschiff, sondern auch der Traum einer Firma.
Matthias Piazza
Eine Filmcrew dreht für die SBB im Haltiwaldtunnel der Zentralbahn einen Film. (Archivbild: Nadia Schärli).

Eine Filmcrew dreht für die SBB im Haltiwaldtunnel der Zentralbahn einen Film. (Archivbild: Nadia Schärli).

Bereits zum fünften Mal geht Anfang August 2008 das Open Air Rock am Bürgenstock über die Bühne. 1300 Besucher lauschen in der Halblichtung vor dem Tannwäldli in Obbürgen Ländler, Rock und Reggae.

Mehr als zwei Jahre lang lag die Riva Super Aquarama mit Jahrgang 1967 im tiefen Untergrund des Vierwaldstättersees. Nun wird das Luxus-Rennboot einen Kilometer vor Beckenried aus 208 Metern Tiefe hochgezogen. Die Riva fasste im Sommer 2006 während einer Ausfahrt der damaligen Besitzerin plötzlich vorne rechts ein Leck. Die Besitzerin musste damals vom sinkenden Schiff ins Wasser springen, wo sie dann von einem anderen Bootsfahrer an Bord genommen wurde.

Das Luxus-Rennboot wird aus 208 Metern Tiefe geborgen. (Archivbild: PD)

Das Luxus-Rennboot wird aus 208 Metern Tiefe geborgen. (Archivbild: PD)

Unbekannte hinterlassen am Töff-Treff im Pfedli in Giswil an rund 20 Fahrzeugen ihre Spuren. Sie reissen Scheibenwischer und Antennen ab, brechen Fahrzeuge auf, werfen deren Inhalt in den Wald, lösen Motorenverkabelungen, beschädigen Autoradios und reissen Musiklautsprecher heraus sowie Blinker- und Scheibenwischerhebel ab. In einem Fall wird der Auspuff mit einem Abschleppseil an einem Baum befestigt.

Haltiwaldtunnel wird zum Drehort

Der Feuerbrand hat sich in der Region definitiv eingenistet. In Obwalden sind die Gemeinden Giswil, Kerns, Sachseln und Sarnen davon betroffen. Etwa 200 Bäume mussten gerodet werden, am meisten Hochstämmer. In Nidwalden werden aus Buochs, Dallenwil, Emmetten, Ennetbürgen, Ennetmoos, Hergiswil, Oberdorf, Stans, Stansstad und Wolfenschiessen Feuerbrandfälle gemeldet. Zwischenbilanz hier: 759 Obstbäume sind der hochinfektiösen Pflanzenkrankheit zum Opfer gefallen und mussten vernichtet werden.

Ungewohnte Szenen im Haltiwaldtunnel: Die SBB mieten den Zentralbahn-Tunnel zwischen Horw und Hergiswil für eine Filmproduktion. Gedreht wird der Kurzfilm «Der Experte 3», ein firmeninterner Beitrag zur Unfallprävention. Die Passagiere der Zentralbahn müssen deshalb auf Shuttle-Busse ausweichen. Zeit haben die Filmemacher bis um 5 Uhr morgens, denn schon kurz danach rollen die ersten Züge wieder durch den Tunnel.

Da schlägt das Fliegerherz höher: 63 selbst gebaute Kleinflugzeuge können am jährlichen Treffen des Vereins der Flugzeug-Eigenbauer (Experimental Aviation of Switzerland) auf dem Flugplatz Buochs aus der Nähe bewundert und bestaunt werden. Mit den Piloten kann man fachsimpeln. Vom einsitzigen, offenen Flugzeug mit VW-Käfer-Motor bis zum schnittigen Zwei- oder Viersitzer sind die unterschiedlichen Flugzeugtypen präsent.

«Tatzelwürmer» für mehr Passagiere

Zwei 15 Meter lange Postautos mit modernster Motorentechnik und je 46 Sitz- und 81 Stehplätze sind nun in Nidwalden im Einsatz. Postauto AG reagiert mit diesen «Tatzelwürmern» auf die wachsende Nachfrage im öffentlichen Verkehr, vorab in den Stosszeiten am Morgen und am Abend. Vor allem die rasante Zunahme von Passagieren, beispielsweise auf der Verbindung Stans–Seelisberg, war ausschlaggebend für den Kauf. So ist die Anzahl der Passagiere auf dieser Strecke von 568000 im Jahre 2001 auf 915'000 im 2007 angestiegen.

Bau der neuen Brunni-Bahn. (Archivbild: PD).

Bau der neuen Brunni-Bahn. (Archivbild: PD).

Der Bau der neuen Brunni-Bahn in Engelberg ist in vollem Gang. Künftig wird die Luftseilbahn nur noch einen Masten anstelle der heutigen drei aufweisen. Auf der oberen Flühmatt bauen ihn die Arbeiter mit Hilfe eines Pneukrans auf.

Das Luftschiff der Kägiswiler Firma Stratxx platzt in Engelberg mit einem lauten Knall, nachdem es gut 50 Meter in die Höhe gestiegen ist – eine halbe Million Franken sind futsch. Es hätte bei diesem Versuch Videoaufnahmen in die Zentrale der Zivilschutz-Organisation nach Sachseln übermitteln sollen.

Das Luftschiff der Firma Stratxx vor einem Testflug. Wenig später platzte der Mini-Zeppelin. (Archivbild: Corinne Glanzmann)

Das Luftschiff der Firma Stratxx vor einem Testflug. Wenig später platzte der Mini-Zeppelin. (Archivbild: Corinne Glanzmann)

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