Das Nidwaldner Museum zeigt Annemarie von Matt in neuem Licht

Zeitgenössische Kunstschaffende nehmen in einer Ausstellung Bezug auf ihr Werk.

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Ein Werk von Annemarie von Matt namens "Die Nicht AnsprechBAR"

Ein Werk von Annemarie von Matt namens "Die Nicht AnsprechBAR"

Bild: PD

(pd/fhe) Mit ihrem künstlerisch-literarischen Werk sprengte Annemarie von Matt zu ihren Lebzeiten die Grenzen der Konvention. Der gebürtigen Luzernerin, die 1967 in Stans verstarb, ist ab 6.März eine neue Ausstellung im Nidwaldner Museum Winkelriedhaus gewidmet.

Nach ersten gestalterischen Arbeiten in Form von Ölmalerei, Techniken der Volkskunst und religiös-ländlichen naiven Bildwelten treten Malerei und Grafik in Annemarie von Matts Schaffen in den Hintergrund. Objektkunst und Zeichnung rücken ins Zentrum und gleichzeitig setzt ihr literarisches Schaffen ein. In ihrem ab 1940 entstandenen Werk wird ihr Interesse für das Fragmentarische in der Kunst wie der Sprache deutlich: Sie notiert Gedanken, schreibt Briefe und Gedichte, liest und sammelt Materialien für mögliche Kunstobjekte.

Von Matts Schaffen ist eng mit ihrer Autobiografie verknüpft, Im Grunde «fiktionalisiert» sie ihr gesamtes Leben mittels Figuren, Zeichnungen, Skizzen, Briefen, Gedankennotizen und Zetteln mit Wortspielen und Aphorismen.

Die Ausstellung rückt Annemarie von Matts Werk in ein neues Licht. Zeitgenössische Kunst- und Literaturschaffende wie Mathis Altmann, Sophie Jung, Judith Keller, Simone Lappert, Quinn Latimer, Céline Manz, Sam Porritt und Manon Wertenbroek nehmen mit eigenen Werken Bezug auf ihr Leben und Schaffen. Die Ausstellung entsteht in Kooperation mit der Kantonsbibliothek Nidwalden, dem Centre culturel suisse in Paris und geht mit einer Publikation im Zürcher Limmat Verlag einher.

Eröffnung: 6. März, 18.30 Uhr. Ausstellung: 7. März bis 2. August. Öffnungszeiten: Mi 14-20 Uhr, Do/Fr/Sa 14-17 Uhr, So 11-17 Uhr.