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Pachtland-Puzzle beim Flugplatz Buochs wird einfacher

Der Flugplatz Buochs war aus landwirtschaftlicher Sicht ein richtiger Flickenteppich. Nun haben fast sämtliche Bauern ein zusammenhängendes Stück Pachtland. Das erhöht nicht nur die Effizienz.
Matthias Piazza
Josef Bucher (links) und Alois Barmettler mit dem Pachtland-Plan auf dem Flugplatz Buochs. (Bild: Corinne Glanzmann (12. Dezember 2018))

Josef Bucher (links) und Alois Barmettler mit dem Pachtland-Plan auf dem Flugplatz Buochs. (Bild: Corinne Glanzmann (12. Dezember 2018))

Sie fällt einem Nichteingeweihten kaum auf, die unscheinbare gelbe Markierung mit Nagel am Rande der Redundanzpiste auf dem Flugplatz Buochs. Doch sie spielt eine wichtige Rolle, markiert sie doch die neue Grenze zwischen zwei Pachtparzellen und steht symbolisch für eine Neuorganisation. Denn diese Grenzen haben sich in den vergangenen Jahren komplett verschoben. Zusammen mit den 37 Landwirten, die auf dem 1,25 Millionen Quadratmeter grossen Areal des Flugplatzes Buochs Graswirtschaft betreiben, hat die Genossenkorporation Buochs als Besitzerin mit einer sogenannten Pachtlandarrondierung die Parzellen neu zugeteilt.

Die Veränderung ist augenfällig, wenn man die Karte von 2010 mit jener vergleicht, die ab Januar 2019 gültig ist. Auf der alten Karte sieht man einen Flickenteppich mit 144 bunten Feldchen. Sie stellen die verschiedenen Pachtparzellen dar, die von 45 Landwirten bewirtschaftet wurden. «Die Bauern hatten ihre Parzellen vielfach auf dem ganzen Areal verstreut. Das war ineffizient. Sie mussten mit ihren Maschinen lange Wege zwischen ihren Parzellen zurücklegen», erläutert bei einem Ortstermin Genossenrat Alois Barmettler, der von der Genossenkorporation Buochs für das Landwirtschaftliche zuständig ist.

Dieser Flickenteppich sei teilweise historisch gewachsen. «Ein Bauer übernahm vielleicht eine freigewordene Parzelle, auch wenn sie weit von seiner eigenen Parzelle lag», macht er ein Beispiel, wie es zu dieser Verzettelung kam. Im Extremfall sei eine zurückgegebene Parzelle auf drei Bauern aufgeteilt worden. Nun präsentiert sich die Situation komplett anders, wie ein Blick auf die neue Karte zeigt. Aus den ehemals 144 teils kleinen Parzellen wurden 57 grössere. Das heisst, ein Landwirt hat nur noch eine bis höchstens zwei verschiedene Parzellen zu bewirtschaften.

Auch Sicherheitsrisiko wird minimiert

Josef Bucher, Geschäftsführer der Genossenkorporation Buochs, streicht noch einen weiteren Vorteil dieser Pachtlandarrondierung hervor. «Früher bewirtschafteten 27 Bauern Land direkt neben der Hauptpiste, was auch ein gewisses Sicherheitsrisiko darstellte.» Dieses Problem sei nun entschärft. So wurde darauf geachtet, dass die grössten Parzellen an der Piste angesiedelt wurden. Mit dem Effekt, dass statt 27 nur noch 8 Landwirte in der Nähe der Piste arbeiten. Deren Fahrzeuge wurden mit Drehlicht und Funk ausgestattet, damit die Bauern in Kontakt mit dem Tower sein können.

2010 hatte die Genossenkorporation für die Pachtlandarrondierung einen Kredit von 100000 Franken gesprochen. Warum es neun Jahre für die Umsetzung brauchte, habe mit der Grundeigentumsfrage um den Flugplatz Buochs zu tun, die lange nicht geklärt wurde. Erst 2013 konnten die Verträge über den Verkauf von nicht mehr aviatisch genutzten Flächen am Flugplatz Buochs zwischen dem Bund, den Genossenkorporationen Buochs, Stans und Ennetbürgen und dem Kanton Nidwalden unterzeichnet werden. Von der Pachtlandarrondierung profitieren übrigens auch die Wildtiere. Es wurden sogenannte Trittsteine mit Bäumen für den Wildtierkorridor realisiert. Diese «Inseln» geben dem Wild Schutz und Orientierung auf ihrem Weg vom Buochserhorn zum Bürgenberg, der am Flugplatz entlangführt.

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