Das Wahrzeichen der Nidwaldner Iheimisch steht

Der zehn Meter hohe Jäger-Hochsitz dürfte zur grossen Attraktion an der Gewerbeausstellung auf dem Flugplatz Buochs werden. Sechs Tonnen einheimisches Holz wurden darin verbaut.

Ruedi Wechsler
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Der Hochsitz wird aufgerichtet. (Bild: Ruedi Wechsler, Buochs, 4. Mai 2019)

Der Hochsitz wird aufgerichtet. (Bild: Ruedi Wechsler, Buochs, 4. Mai 2019)

Seit Samstag steht auf dem Flugplatz Buochs ein zehn Meter hoher Jäger-Hochsitz. Das Holz für das Wahrzeichen der Gewerbeausstellung Iheimisch vom Auffahrtswochenende wurde von der Korporation Ennetmoos geschlagen und von der Korporation Dallenwil angeliefert. Nötig waren sieben Kubikmeter Fichtenholz mit einem Gewicht von sechs Tonnen.

Erstellt wurde der Hochsitz von der IG Natur- und Erlebniswelt, der die Nidwaldner Korporationen, Wald Nidwalden, Pro Holz Unterwalden, der Patentjägerverein Nidwalden, Nidwalden Tourismus und der Bauernverband Nidwalden angehören.

Bewährtes übernehmen und Neues wagen

Die Jagdhornbläser Obwalden verschönerten die verregnete Einweihung mit dem Lied «Auf zum fröhlichen Jagen». OK-Präsident Björn Britschgi betonte, dass das zehnköpfige, komplett neue OK Bewährtes übernehmen und zugleich Neues wagen werde. «Im Mittelpunkt stehen das Gewerbe und die einheimische Gastronomie, inklusive musikalischen Rahmenprogramms».

Björn Britschgi dankte speziell dem Flugplatz Buochs und der Korporation Buochs für die Nutzung des Areals. Das Abschätzen des Ausstellungsablaufs sei eine der grössten Herausforderungen gewesen, so Björn Britschgi weiter. Regierungsrätin Karin Kayser zeigte sich beeindruckt vom Hochsitz. «Hinaufsteigen, Ausschau- und Innehalten sowie Geduld mit Leuten und der Natur haben, sind Eigenschaften, die das nicht zu übersehende Holzkonstrukt mit der Jägerschaft verbindet», sagte sie. Diese Eigenschaften sollten sich auf die ganze Iheimisch übertragen.

Zusammenstehen und Zusammenhalten seien die DNA der Nidwaldner, ergänzte Karin Kayser kurz vor dem nächsten Wolkenbruch. Sie überbrachte den Dank der Regierung an das OK sowie allen Mitwirkenden für das grosse Engagement. Der ganze Tross verschob sich danach wetterbedingt in eine Baracke zum Apéro. Die Finanzierung des Hochsitzes könne durch die Untervermietung des Natur- und Erlebniszelts erreicht werden, erklärte Philipp Zumbühl, Koordinator Natur- und Erlebniswelt. Und: «Der Hochsitz besteht aus drei Elementen und kann für die Nachnutzung von Interessierten abgeholt werden».

Der Bevölkerung die Jagd näherbringen

Für den Patentjägerverein Nidwalden sei die Iheimisch ein Glücksfall, sagte Andy Murer aus Beckenried. Der Verein feiert 2019 das 100-Jahr-Jubiläum. «Wir wurden vom OK angefragt für die Mitarbeit am Hochsitz. Ortsgruppen teilten sich die Arbeiten an drei Samstagen im April. Für uns waren dies zugleich Hegeeinsätze», erzählte er mit sichtbarem Stolz. Für ihn sei dieses Wahrzeichen ein Symbol der Jagd. Er wolle, dass die Attraktion für die breite Öffentlichkeit ein Erlebnis werde.

Sepp Durrer, Dirigent der Jagdhornbläser Obwalden, lobte die Nidwaldner Jäger für das gelungene Werk. «Der Hochsitz soll den Besuchern vor allem die vielseitigen Hegearbeiten der Jäger, die die Allgemeinheit gar nicht kennt, näherbringen. Die Iheimisch ist für die Jäger eine gute Plattform, der Bevölkerung die Jagd vorzustellen», meinte er.