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Dass Steuern nie für alle gerecht sind, ist nur natürlich

«Sperrgut: Regierung spricht Machtwort», Ausgabe vom 29. Oktober

Wenn man es weiter spinnt: Was ist eine gerechte Verteilung der verursachten Kosten? Ich fahre pro Jahr circa 30 000 Kilometer mit meinem Auto, andere Menschen fahren 500 000 Kilometer pro Jahr, und trotzdem ist meine Motorfahrzeugsteuer gleich hoch wie die des Vielfahrers. Ich fahre Velo, andere nicht, und doch bezahlen auch sie für die Erstellung der Fahrradwege. Ich fliege nicht und subventioniere trotzdem das Benzin der Fluggesellschaften. Zu guter Letzt, ich trinke keine Milch, aber meine Steuern kommen den Milchbauern zugute.

Und das Grüngut? Ich besitze keinen Garten und bezahle trotzdem die Entsorgung des Grüngutes mit, oder holt der Heilige Geist das Grüngut mit der eigenen Schubkarre? Diese Liste liesse sich endlos fortsetzen. Die Sperrgutsammlungen, wie sie bis jetzt waren, finde ich sehr gut. Jetzt beginnen wieder diese wilden Deponien und das illegale Abladen in den Wäldern. Ist es billiger, wenn Gemeindearbeiter ausrücken müssen und diese verstreuten Gegenstände einsammeln? Dazu kommt die grosse Gefahr ausgelaufener Gifte.

Dass Steuern nie für alle gerecht sind, ist doch nur natürlich, es gilt doch das Solidaritätsprinzip.

Michael Lange, Stansstad

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