DELTA-MEISTERSCHAFTEN: Die Ausländer segelten den Schweizern davon

Im Gegensatz zum Sonntag wartete der Pfingstmontag bei den Delta-Meisterschaften über Stans wieder mit sehr guten Flugbedingungen auf. In der Kategorie «Flex Wings» kam es zu einem harten Zweikampf um den ersten Rang.

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Ein Deltasegler startet vom Haldigrat aus. (Bild Keystone)

Ein Deltasegler startet vom Haldigrat aus. (Bild Keystone)

Am Pfingstmontag – dem letzten Tag der Internationalen Delta-Schweizermeisterschaften in Stans-Oberdorf – zeigte sich das Wetter wieder von seiner besten Seite, wie es in einer Medienmitteilung vom Mittwoch heisst. Als Flugaufgabe wurde den Piloten die Bewältigung einer Strecke von 108 Kilometern gegeben. Der Startplatz war wiederum der Haldigrat auf 1937 Metern über Meer.

Von dort wurde zuerst das Brienzer Rothorn angeflogen, bevor es weiter zur Planplatte ging. Ein dritter Wegpunkt musste am Seelisberg angeflogen werden, bevor es das Stanserhorn anzufliegen galt. Zum Schluss wurde der Landeplatz in Stans-Oberdorf angesteuert. Der Schnellste war nach 2.07 Stunden im Ziel. Tagessieger wurden Richi Meier aus Buus bei den Flex Wings und Jaques Bott (F) bei den Rigid Wings. Von den gestarteten Piloten erfüllten 51% die ihnen gestellte Aufgabe.

Knappes Rennen zwischen Härri und Meier
Beachtlich ist in der Kategorie «Flex Wings», dass zwischen dem neuen Schweizer Meister Martin Härri und dem Zweitplatzierten Richi Meier eine Differenz von nur zehn Punkten liegt: Dies entspricht zirka drei bis vier Sekunden – bei einer gesamten Flugzeit von rund zehn Stunden über die absolvierten vier Läufe.

Es hat sich gezeigt, dass sich die Schweizer Piloten sehr schwer tun gegen ihre ausländische Konkurrenz, wie es in der Medienmitteilung weiter heisst. Der Grund dafür sei weder im Können noch in der Technik der Schweizer zu suchen, sondern in der Routine. Die italienischen Flieger zum Beispiel seien Werkspiloten, welche für einen Hersteller von Deltafluggeräten arbeiten, die Schweizer Deltapiloten jedoch mehr oder weniger alle Hobbypiloten. Deshalb müsse ihre Leistung gegenüber den Profis hoch gewertet werden. Dass die Routine der springende Punkt ist, habe sich darin gezeigt, dass die Schweizer im Laufe des fünftägigen Wettkampfes immer stärker wurden und im letzten Lauf die italienischen Werkspiloten sowie den Slowenen sogar schlagen konnten.

Newcomer aus Stans ganz vorne dabei
Eine grosse Überraschung war der Stanser Pilot Manfred Haas. Er lebte bis vor kurzem in Deutschland, gehört seit kurzer Zeit zum Deltaclub Stans und flog bisher noch keine Wettkämpfe – also ein unbeschriebenes Blatt. Haas flog im 3. Lauf auf den sechsten und im 4. Lauf sogar auf den zweiten Rang.

scd