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Den Störchen gefällt’s in Buochs

Noch immer ist die sechsköpfige Storchenfamilie in Buochs, obwohl Zugvögel eigentlich bereits in den Süden unterwegs sind. Gut möglich, dass sie in Buochs bleiben.
Philipp Unterschütz
Die Buochser Storchenfamilie im Gebiet Schürmatt. (Bild: Roberto Maeder (Buochs, 14. September 2018))

Die Buochser Storchenfamilie im Gebiet Schürmatt. (Bild: Roberto Maeder (Buochs, 14. September 2018))

Vier Jungstörche schlüpften Anfang Mai im Horst auf der Pappelkrone zwischen Buochser Badi und Bootshafen. Anfang August sind die Jungtiere ausgeflogen und sie fühlen sich offenbar nach wie vor in Buochs wohl. Immer wieder begegnet man ihnen im Gebiet Schürmatt. So ist die Familie auch kürzlich unserem Leser Roberto Maeder vor die Linse spaziert. Dieser wundert sich. «Eigentlich ist das eher untypisch, dass die Familie immer noch beisammen ist.»

Tatsächlich – auch Margrith Enggist, Mitglied der Geschäftsleitung von Storch Schweiz, bestätigt, dass es schon nicht die Regel sei, dass die Jungvögel so lange bei den Eltern bleiben. «Eigentlich sollten die Jungstörche schon weg sein. Der Storchenzug der Jungtiere fängt Mitte August an, die Altvögel ziehen etwa einen Monat später weg.» Das hänge auch damit zusammen, dass die jungen Tiere noch nicht die gleiche Kraft hätten, deshalb öfters zu Boden müssten und für ihren Weg länger brauchen.

Immer weniger Störche überwintern im Süden

Im Fall der vier jungen Buochser Störche sei es durchaus möglich, dass diese sogar überhaupt nicht wegziehen, hält Margrith Enggist fest. «Einerseits sind keine anderen Jungstörche in der Gegend, denen sie sich anschliessen können. Zudem ist das Wetter schlecht. Und wenn die Eltern nicht wegziehen, bleiben sie vielleicht.» Von den beiden Altvögeln sei bereits einer sesshaft in Buochs geblieben.

Die Störche bei einem Aus-Flug. (Bild Sepp Bernasconi)

Die Störche bei einem Aus-Flug. (Bild Sepp Bernasconi)

Die Winterzählungen in den letzten zwei Jahren hätten gezeigt, dass weniger Störche nach Afrika ziehen, viele in Spanien überwintern und immer mehr überhaupt nicht mehr aus der Schweiz wegziehen. Warum das so sei, könne man noch nicht sagen. «Die winterlichen Verhältnisse in der Schweiz machen ihnen aber wenig aus, Störche sind sehr anpassungsfähig. Solange die Gewässer nicht zugefroren sind, finden sie immer Nahrung», weiss Margrith Enggist. «Persönlich nehme ich fast an, dass die Familie hier bleibt, sonst wären sie nämlich bereits weg.» Gut möglich, dass sich die Buochser auch über den Winter an ihren sechs Störchen erfreuen können.

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