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Den «Wachtmeister» gibt es
jetzt auch digital

Der 1994 entstandene Kinofilm «Wachtmeister Zumbühl» erscheint dieser Tage auf DVD. Verantwortlich dafür ist das nach wie vor grosse Interesse am Streifen.
Szene aus dem Film «Wachtmeister Zumbühl» von Regisseur Urs Odermatt, der nun als DVD herausgegeben wird. Bild: PD

Szene aus dem Film «Wachtmeister Zumbühl» von Regisseur Urs Odermatt, der nun als DVD herausgegeben wird. Bild: PD

Eine fiktive Provinzgemeinde Mitte der Sechzigerjahre: Wachtmeister Zumbühl, ein integrer Dorfpolizist, findet ein vergewaltigtes Mädchen. Bald hat er die Gewissheit, dass als Täter nur sein Sohn Albin in Frage kommt. Der Konflikt zwischen Berufsauffassung und Blutsband löst sich ebenso dramatisch wie ungewöhnlich.

Bei Urs Odermatts Kinofilm «Wachtmeister Zumbühl» aus dem Jahr 1994 drückte beim Schauplatz des Geschehens sein Bezug zur Heimat Nidwalden durch. Dazu passte, dass Nidwaldner Sprecher den deutschen Protagonisten den hiesigen Dialekt verpassten. Auch wenn dies der einzige autobiografische Bezug ist: Der heute 63-jährige Regisseur ist selbst Sohn eines Dorfpolizisten, und zwar des bekannten Polizeifotografen Arnold Odermatt, an den die Geschichte ein Stück weit angelehnt ist.

Auf Liste der 500 wertvollsten Filme

Der Film, der in Nidwalden unterschiedliche Reaktionen auslöste, heimste damals durchaus achtbare Kritiken ein. Der Deutsche Kinematheksverbund setzte das Werk auf die Liste der 500 filmhistorisch wertvollsten und förderungswürdigen Filme zum Erhalt des deutschen Filmerbes.

Aktuell geht es gerade wieder um Förderung, denn die von Urs Ordermatt mitbegründete Produktionsfirma Nordwest Film hat entschieden, «Wachtmeister Zumbühl» zu digitalisieren. Die Filmförderungsanstalt in Berlin hat dieses Unterfangen zu einem grossen Teil finanziell unterstützt. «Wir haben immer wieder Anfragen erhalten, ob es den Film auf DVD gibt», begründet Jasmin Morgan vom Verein Kulturwerkstatt Nordwest. Das Interesse dürfte nicht nur daher rühren, dass es sich um ein zeitloses, authentisches Werk handelt. «Ich glaube, der Bezug zu Arnold Odermatt, der mit seinen Bildern berühmt geworden ist, und der Umstand, dass es nur zwei Spielfilme auf Nidwaldner Mundart gibt, spielen ebenfalls eine Rolle», so Jasmin Morgan.

Die Produktionsfirma hat sich entschieden, die Erstaufführung von «Wachtmeister Zumbühl» in digitaler Fassung diesen Mittwoch mit einer Premiere im Stattkino Luzern zu feiern. Mit von der Partie sind Urs Odermatt und ehemalige Beteiligte vor und hinter der Kamera. (om)

Premiere digitale Fassung von «Wachtmeister Zumbühl»: Mittwoch, 20. Februar, 20 Uhr, Stattkino Luzern. Eintritt frei, Kollekte. Um Anmeldung auf mail@nordwestfilm.ch wird gebeten. DVD mit Beiheft für 15 Franken erhältlich unter: www.theodermattshop.ch - einen Trailer finden Sie hier

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