DENKMALSCHUTZ: Inventarisierung ohne rechtliche Folgen

Wird in Nidwalden ein Gebäude in ein Denkmalschutz-Inventar aufgenommen, so hat dies für den Eigentümer keine rechtlichen Folgen. Der geltende Grundsatz, dass eine Inventarisierung keine Unterschutzstellung ist, soll explizit ins Gesetz aufgenommen werden.

Drucken
Teilen

Der Regierungsrat begründet die Präzisierung mit den Reaktionen, die die Inventarisierungen der letzten Jahre ausgelöst habe. Die Vernehmlassung zur Revision des Denkmalschutzgesetzes, die er am Montag eröffnet hat, dauert bis Mitte Oktober.

Eine weitere Neuerung ist, dass die Denkmalpflegekommission statt drei bis fünf neu sieben bis neun Mitglieder umfassen solle. Der Regierungsrat will damit eine breitere Abstützung erreichen.

Der Bildungsdirektor soll zudem bezüglich des Denkmalpflegefonds grössere finanzielle Kompetenzen erhalten und Beiträge von bis zu 100'000 Franken sprechen dürfen. Damit soll eine Angleichung an andere Finanzkompetenzen erreicht und der Gesamtregierungsrat entlastet werden, der heute für die Beiträge zuständig ist.

Eine weitere Änderung betreffen archäologische Funde. Das Veränderungsverbot beträgt heute drei Arbeitstage. Es soll neu auf bis zu einem Jahr erstreckt werden, eine Regelung, wie sie auch andere Kantone hätten, schreibt die Staatskanzlei. (sda)