Der Ampelversuch an der Stanser «Pilatuskurve» geht weiter

Bei der «Pilatuskurve» bevorzugt eine Ampel zu Stosszeiten neu die Pilatus-Einfahrt.

Franziska Herger
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Die Pilatuskurve in Stans.

Die Pilatuskurve in Stans.

Bild: Jakob Ineichen (3. Juli 2019)

Seit Oktober testet das Nidwaldner Amt für Mobilität bei der sogenannten «Pilatuskurve» auf der Kantonsstrasse zwischen Stans und Ennetbürgen eine Ampel, welche das Postauto bevorzugt. Dies, weil sich in der Vergangenheit regelmässig heikle Situationen ereignet hatten – sei es wegen der schlechten Sichtverhältnisse bei der Zu- und Wegfahrt zur Bushaltestelle oder wegen der teilweise im Mischverkehr gestalteten Veloführung. Zudem kam es an jener Stelle während der Abendspitzenstunden oft zu Rückstaus bei der Ausfahrt aus dem Areal der Flugzeugwerke.

Nun zieht das Amt für Mobilität ein positives Zwischenfazit. Die Anlage habe während der ersten Monate zu weniger Rückstaus und zu einer erhöhten Sicherheit für die Verkehrsteilnehmer beigetragen, heisst es in einer Mitteilung. Auch hätten sich keine Unfälle ereignet. Mit Ausnahme von wenigen Anregungen wie der minimen Umplatzierung der Ampel oder der Markierung von Haltelinien, die umgehend geprüft und umgesetzt worden seien, seien bisher keine negativen Rückmeldungen beim Kanton und bei den Gemeinden eingegangen.

Ennetbürgen ist gegen die zweite Phase

Allerdings sei vermehrt beobachtet worden, dass Postautochauffeure die Handsender für die Schaltung der Ampel nicht immer einsetzten. Darin seien die Chauffeure nun erneut geschult worden. Mit dem Funksender sollen die Chauffeure die Ampel , die normalerweise gelb blinkt, auf Rot stellen, um ihnen die unübersichtliche Zu- und Wegfahrt bei der Haltestelle zu erleichtern. «Es hat sich gezeigt, dass das bei geringem Verkehrsaufkommen nicht alle machen», erklärt Stephanie von Samson, Vorsteherin des Amts für Mobilität. «Es hat zwar keine gefährlichen Situationen gegeben. Trotzdem sollte das nicht mehr passieren, denn es ist für alle Verkehrsteilnehmer unverständlich, wenn das Postauto losfährt, obwohl die Ampel für sie auf gelb blinkend steht.»

In einer zweiten Phase, die seit Anfang Februar läuft, soll zusätzlich die Ein- und Ausfahrt zu den Pilatuswerken während der morgendlichen und abendlichen Stosszeiten bevorzugt werden. Dabei springt die Ampel für die Verkehrsteilnehmer auf der Kantonsstrasse auf Rot, wenn sich ein Rückstau bei der Ein- und Ausfahrt zu den Pilatuswerken bildet. In der Arbeitsgruppe, welche die Testphase begleitet, fand dieser zweite Schritt nicht nur Gefallen. Der Ennetbürger Gemeinderat unterstütze die erweitere Testphase nicht, weil dadurch der Verkehr auf der Hauptstrasse benachteiligt werde, schreibt das Amt für Mobilität.

Doch in der Gruppe, bestehend neben den Gemeinden Stans und Ennetbürgen aus Vertretern des Amts für Mobilität, der Kantonspolizei, der Postauto AG und dem Busbetreiber, wurde Ennetbürgen überstimmt. «Wie sich dies auf den Verkehr von und nach Ennetbürgen auswirkt, wird sich zeigen», sagt Gemeindepräsident Peter Truttmann auf Anfrage.

Die zweite Testphase dauert bis April. Dann werde endgültig entschieden, ob und wie die beiden Testphasen weitergeführt werden, so das Amt für Mobilität. Allfällige Massnahmen seien mit der in den nächsten Jahren fälligen Belagssanierung auf dieser Strecke zu koordinieren.

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