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Der Doppelspurausbau in Hergiswil ist einen Schritt weiter

Die geplante Doppelspur auf der Zugstrecke zwischen dem Haltiwaldtunnel und der Haltestelle Matt soll die Fahrplanstabilität verbessern. Das Bundesamt für Verkehr hat dafür nun die Baubewilligung erteilt.
Matthias Piazza
Bald soll neben dem Bahnhof Hergiswil (im Bild) auch die Haltestelle Matt wieder angefahren werden. (Bild: Matthias Piazza, 21.8.2015)

Bald soll neben dem Bahnhof Hergiswil (im Bild) auch die Haltestelle Matt wieder angefahren werden. (Bild: Matthias Piazza, 21.8.2015)

Bahnbenutzer, die zwischen Luzern und Hergiswil unterwegs sind, kennen es: Kurz vor Tunnelausgang des Haltiwaldtunnels hält die S-Bahn, um den entgegenkommenden Zug von Hergiswil abzuwarten. Eine Kreuzung weiter vorne ist nicht möglich, denn ab dem Tunnelportal wird die Strecke einspurig – trotz hohem Verkehrsaufkommen von bis zu 16 Zügen stündlich. Der Preis, um den Viertelstundentakt zwischen Hergiswil und Luzern trotzdem einzuhalten, ist hoch. Die S-Bahnen fahren bei der Haltestelle Hergiswil Matt seit der Einführung des Viertelstundentakts im Dezember 2013 vorbei, was bei der betroffenen Bevölkerung immer wieder zu Unmut führte.

Und nun also die gute Nachricht aus Bern: Das Bundesamt für Verkehr hat die Bewilligung für den Bau der Doppelspur und der Modernisierung der Haltestelle Matt erteilt, wie die Zentralbahn (ZB) in einer Mitteilung gestern schrieb. Der Doppelspurabschnitt wird um 750 Meter verlängert, bis zur Haltestelle Hergiswil Matt. Die Linienführung des Trassees wird etwas begradigt, was laut ZB eine ruhigere Fahrt ermöglicht und den Lärm reduziert. Die Brücken über den Feld- und Schluchenbach werden erneuert und die Geräusche durch einbetonierte Gleise auf dem Abschnitt vermindert. Zudem werden auch die Auflagen des Hochwasserschutzes erfüllt, heisst es in der Medienmitteilung weiter.

Im Herbst fahren die Baumaschinen auf

«Mit der verlängerten Doppelspur halten die S-Bahn-Züge in Hergiswil Matt wieder, in diesem stark besiedelten Gebiet mit entsprechend hohen Fahrgastfrequenzen», sagt Gunthard Orglmeister, Leiter Infrastruktur der Zentralbahn, auf Anfrage. Der Bahnhof Hergiswil Matt wird ausgebaut. Es gibt zwei lange Aussenperrons, damit auch Doppel-S-Bahn-Kompositionen oder bei Störungen auch Interregios halten können. Auch ein Veloparkplatz ist geplant. Um den Anforderungen des Behindertengleichstellungsgesetzes gerecht zu werden, werden die Perrons durch rollstuhlgängige Rampen verbunden und die Unterführung angepasst. Das ganze Projekt kostet rund 38 Millionen, wovon die Haltestelle 8 Millionen Franken kostet. Baubeginn ist im Herbst. Auf Fahrplanwechsel im Dezember 2019 sollen die S-Bahn-Züge wieder in Hergiswil Matt halten.

Ohne Einschränkungen für die Bahnbenutzer gehen die Bauarbeiten nicht über die Bühne. Während vier Wochen, zwischen dem 18. März und dem 14. April, werden zwischen Luzern und Hergiswil sowie zwischen Luzern und Alpnachstad keine Züge fahren, auch wegen Sanierungsarbeiten im Loppertunnel und bei den Bahnhöfen Horw und Kriens. Es werden Bahnersatzbusse eingesetzt.

Maurus Adam vermisst den Tunnel

Maurus Adam, der sich als Präsident der «IG Lärm weg» gegen eine ursprünglich geplante Höherlegung des Trassees aus Lärmschutzgründen erfolgreich wehrte, zeigt sich erfreut, dass man mit einer alternativen Lösung einen Viertelstundentakt mit Bedienung von Hergiswil Matt sicherstellen könne.

Und trotzdem schwingt Frust mit. «Jetzt spricht niemand mehr vom versprochenen kurzen Tunnel, um das Dorf Hergiswil vom Zugsverkehr zu entlasten, obwohl der damalige Baudirektor vor vier Jahren festhielt, dass die Doppelspur nur bewilligt werden dürfe, wenn gleichzeitig eine Garantie für den Bau des Tunnels vorliege», gibt sich Maurus Adam enttäuscht. Zwischen den Bahnhöfen Hergiswil und Hergiswil Matt hatte der Kanton 2014 einen kurzen rund 800 Meter langen Tunnel mit offener Streckenführung auf dem anschliessenden Abschnitt bis zum Haltiwaldtunnel als beste Variante auserkoren.

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