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Hergiswils Dorfplatz bekommt Terrassen

Die Jury hat entschieden, wie der Dorfplatz künftig aussehen soll. Das Dallenwiler Architekturbüro Starkl Vieli macht mit seiner terrassenförmigen Gestaltung das Rennen. Die Bauarbeiten werden gleich mehrfach genutzt.
Matthias Piazza
Das Modell des Siegerprojekts Cubiculum. Dieses und die übrigen fünf eingereichten Projekte sind im Sigristenhaus zu sehen. (Bilder: Matthias Piazza (Hergiswil, 21. Juni 2018))

Das Modell des Siegerprojekts Cubiculum. Dieses und die übrigen fünf eingereichten Projekte sind im Sigristenhaus zu sehen. (Bilder: Matthias Piazza (Hergiswil, 21. Juni 2018))

Der Dorfplatz in Hergiswil verändert in den kommenden Jahren sein Gesicht. Das Augenfälligste: Die Pfarrkirche versteckt sich künftig nicht mehr hinter hohen Mauern und Bäumen, sondern öffnet sich sozusagen gegenüber dem Dorfplatz. Dabei wird die Umgebungsmauer der Pfarrhelferei zurückversetzt und das bestehende Steinplateau der Kirche im südlichen Bereich zum Platz geöffnet. Mit einer überlangen Umgebungstreppe wird dieses mit dem Platz verbunden. Der ganze Platz unterhalb und neben der Kirche wird terrassenförmig ausgestaltet.

Dies ist die Idee von Starkl Vieli Architekten GmbH. Das Dallenwiler Architekturbüro setzte sich mit Iten Landschaftsarchitekten GmbH aus Unterägeri gegen fünf weitere Ideen durch, das Siegerprojekt trägt den Titel mit dem Cubiculum.

Der Platz für das Restaurant Nabucco wird begradigt und mit feinkörnigem Kies aus Guber­stein ausgefüllt. Um das geschichtsträchtige Sigristenhaus auch in den Dorfplatz einzubeziehen, soll ebenfalls eine Kiesfläche anstelle des heutigen Rasens realisiert werden. Die ebenen Flächen im stark geneigten Platz dienen als Sitzgelegenheiten. Der ganze Platz wird rollstuhlgängig.

Durch die geplante Terrassierung in der Mitte des Platzes soll mittelfristig der motorisierte Verkehr entlang dieser Plateaus geführt werden, schreibt der Architekt. So will man die Aufenthaltsqualität auf dem Dorfplatz aufwerten und den Verkehr beruhigen. Langfristiges Ziel: Ein Dorfplatz ganz befreit vom motorisierten Individualverkehr. Die Wege für Fussgänger und Velofahrer sollen in die Dorfplatzgestaltung einbezogen werden und als eine Art Leitlinie zum Ortszentrum führen, dies dank Bepflanzung und Beleuchtung, wie es in der Beschreibung weiter heisst.

Der durchlässige Platz hat die Jury überzeugt

Jury-Präsident Niklaus Reinhard.

Jury-Präsident Niklaus Reinhard.

Das Projekt Cubiculum hat die 13-köpfige Jury unter dem Vorsitz des Hergiswiler Architekten Niklaus Reinhard aus folgendem Grund überzeugt: «Ausschlaggebend war vor allem die Idee eines offenen und durchlässigen Platzes. Andere Architekten gestalteten zwei separate Plätze», sagte Reinhard am Donnerstag vor den Medien. Der Entscheid, dem intensive Diskussionen vorausgingen, erlebte Reinhard als breit abgestützt. «Wir haben wirklich die Stimme des Bürgers eingeholt.» Auch Kirchgemeindepräsident Martin Dudle lobte: «Wir sind mit dieser offenen und durchlässigen Gestaltung sehr zufrieden.»

Auch Werkleitungen werden erneuert

In einem nächsten Schritt wird eine Baukommission gegründet, welche das Projekt ausarbeitet und allenfalls anpasst. Danach werden die politische Gemeinde und die Kirchgemeinde über den Baukredit befinden. Wie hoch dieser ausfallen werde und welche Körperschaft welchen Anteil übernehme, wisse man noch nicht, so Gemeindepräsident Remo Zberg.

Die drei Hauptverantwortlichen (von links): Remo Zberg (Gemeindepräsident), Niklaus Reinhard (Juryleiter) und Martin Dudle (Kirchgemeindepräsident).

Die drei Hauptverantwortlichen (von links): Remo Zberg (Gemeindepräsident), Niklaus Reinhard (Juryleiter) und Martin Dudle (Kirchgemeindepräsident).

Im Idealfall sollen die Bauarbeiten im nächsten Jahr starten. «Die baldige Neugestaltung des Dorfplatzes macht doppelt Sinn, da wir im selben Zug auch die Werkleitungen erneuern können», informierte Zberg hervor. Die Kirchgemeinde ihrerseits nutzt die Gelegenheit, um die Kirchenheizung zu sanieren.

Am Freitag und Samstag, 29. und 30. Juni, werden die sechs eingereichten Projekte im Sigristenhaus ausgestellt.

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