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Die Natur und die Berge – die Welt des Emmetters Stefan Flüeler

Der 33-Jährige hat heuer als einziger Innerschweizer das Diplom zum Bergführer erhalten.
Sepp Odermatt
Stefan Flüeler auf den Engelhörnern im Berner Oberland. (Bild: PD)

Stefan Flüeler auf den Engelhörnern im Berner Oberland. (Bild: PD)

Drei Jahre lang musste der ehrgeizige Nidwaldner Stefan Flüeler hart arbeiten. Am 19. September war es endlich so weit. Auf Schloss Sargans hat er den verdienten Lohn erhalten: das eidgenössische Diplom als Bergführer. «Für diesen Traumberuf habe ich den grossen Aufwand gerne in Kauf genommen», sagt Flüeler und fügt an: «Denn die Berge und die wunderbare Natur faszinieren mich und geben mir ein Glücksgefühl», erzählt der ursprüngliche Ennetbürger, der heute in Emmetten wohnt.

Flüeler habe nach seiner Ausbildung als eidgenössisch diplomierter Detailhandelsspezialist immer den Wunsch gehabt, noch einen weiteren Beruf zu erlernen, erzählt er. Jetzt sei sein liebstes Hobby, das Bergsteigen, zum Beruf geworden, ergänzt der 33-jährige Nidwaldner, der in Zukunft etwa 50 Prozent in einem Sportgeschäft und die andere Hälfte als Bergführer arbeiten wird.

Sicherheit ist oberstes Gebot

Stefan Flüeler. (Bild: PD)

Stefan Flüeler. (Bild: PD)

Doch der Weg zu seinem neuen Beruf war anstrengend. Nach der bestandenen Aufnahmeprüfung vor drei Jahren musste Stefan Flüeler mit seinen rund 60 Kameradinnen und Kameraden aus der ganzen Schweiz während dreier Jahre Modul für Modul absolvieren. Diese beinhalteten beispielsweise Lawinenkunde, ein Rettungsmodul bis hin zu Hochtouren. Im zweiten und dritten Jahr durfte er bereits aspirieren; das heisst, mit einem Bergführer zusammen einen Auftrag ausführen.

«Die Anforderungen für diesen Beruf sind recht hoch. Einerseits ist es das Technische, das man beherrschen muss, andererseits braucht es Geduld und Einfühlungsvermögen», sagt Flüeler. «Eigentlich ist man eine Art Sicherheitsmanager für den Gast», ist der frischgebackene Bergführer überzeugt. Denn die Sicherheit stehe an oberster Stelle. Es sei aber ebenso wichtig, dass man dem Gast ein Erlebnis bieten könne, indem man ihm etwas Interessantes über die Natur, die Gletscher und die Berge erzählt.

Als freischaffender Bergführer im Einsatz

Nach dem 16-tägigen Abschlusskurs im Bündnerland mit den verschiedenen Prüfungen durfte Stefan Flüeler zusammen mit 23 Männern und einer Frau das verdiente Berufsabzeichen und den eidgenössischen Fachausweis entgegennehmen. Damit gehört der junge Nidwaldner zu den gesamthaft rund 1300 Ausgebildeten, die als Kultur- und Naturführer, aber auch als Geschichtenerzähler und Begleiter den Gästen ein unvergessliches Erlebnis bieten.

Dank seiner Vielseitigkeit wird der Emmetter als Freischaffender in den verschiedensten Bereichen des alpinen Bergsports zum Einsatz kommen und das Gelernte mit grosser Freude und Begeisterung umsetzen.

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