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Der Fahrzeugbestand in Nid- und Obwalden wächst und wächst

Die Staus auf den Strassen in den Kantonen Obwalden und Nidwalden werden gefühlt länger und häufiger. Die Bewohner leisten mit dauernd mehr eingelösten Fahrzeugen einen Beitrag zu immer mehr Rädern auf den Strassen.
Markus von Rotz
Ein Kontrolleur des VSZ bei der Prüfung eines Fahrzeuges. (Archivbild: Corinne Glanzmann)

Ein Kontrolleur des VSZ bei der Prüfung eines Fahrzeuges. (Archivbild: Corinne Glanzmann)

76'281 Fahrzeuge waren Ende 2017 in den Kantonen Ob- und Nidwalden eingelöst. Das geht aus dem Geschäftsbericht des gemeinsamen Verkehrssicherheitszentrums (VSZ) hervor. In Nidwalden kamen in den letzten zehn Jahren 6013 Fahrzeuge neu hinzu, in Obwalden gar 6547. Mit 1340 Neuzulassungen in beiden Kantonen verlief die Entwicklung auch 2017 gleich stark aufwärts. Ganz anders bei den Schiffen: Hier fehlten oft die bewilligten Standplätze auf dem Land oder im Wasser. Ohne einen solchen sei eine Neuzulassung nicht möglich. In Nidwalden stieg die Zahl leicht auf 2051 an, in Obwalden sind es aktuell 1209.

Mehr Fahrzeuge bedeuten auch mehr Kontrollarbeit. 24'799 Fahrzeuge wurden vergangenes Jahr auf ihre Verkehrssicherheit überprüft, doch damit nicht genug: Rund ein Fünftel muss jeweils zur Nachkontrolle aufgeboten werden. Das VSZ registriert zudem vermehrte Direktimportfahrzeuge und abzunehmende Fahrzeugumbauten, was entsprechend aufwendiger sei, wie es im Bericht weiter heisst.

Vermehrt in Rückstand geraten

Der Rückstand bei den Fahrzeugprüfungen ist von 13 auf 15 Prozent gestiegen. Das liege auch am neuen Kontrollrhythmus, sagte Hubert Schumacher (SVP, Sarnen) namens der Interparlamentarischen Geschäftsprüfungskommission der beiden Kantone bei der Beratung des Berichts im Parlament. Seit Februar vergangenen Jahres werden Fahrzeuge neu erstmals nach fünf, spätestens aber nach sechs Jahren aufgeboten, anschliessend nach drei und dann alle zwei Jahre.

Jährlich über hundert unbefristete Entzüge

In den vergangenen drei Jahren mussten zwischen 109 und 129 Lenker in Obwalden und zwischen 121 und 125 in Nidwalden ihren Ausweis auf unbestimmte Zeit abgeben. 235 Obwaldner und 274 Nidwaldner kamen vergangenes Jahr mit einer Verwarnung davon. In 186 (Obwalden) und 194 (Nidwalden) Fällen wurde der Ausweis für einen Monat entzogen. Die höchste Anzahl an Massnahmen war bei Lenkern zwischen 21 und 30 Jahren nötig. In Obwalden folgen an zweiter Stelle die 51- bis 60-Jährigen, in Nidwalden die 31- bis 40-Jährigen.

Ausweisentzug vor allem für Tempoüberschreitung

Das Verkehrssicherheitszentrum kommt auch dann zum Zug, wenn jemand eine Verkehrsregelverletzung begangen hat oder jemand aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr fahrtüchtig ist oder die Verkehrssicherheit gefährdet. Nicht weniger als 2964 Polizeirapporte mussten letztes Jahr in den beiden Kantonen bearbeitet werden. In 1921 Fällen wurde eine Verwarnung ausgesprochen oder der Ausweis entzogen oder aberkannt. Die meisten Ausweise (264) wurden wegen Geschwindigkeitsüberschreitung entzogen, 82 wegen Angetrunkenheit und 64 wegen missachtetem Vortritt. Ende vergangenes Jahr waren 508 Administrativverfahren noch nicht abgeschlossen. Bei den meisten davon sei die Schuldfrage offen, so dass ein Entscheid der Staatsanwaltschaft abgewartet werden müsse. 1116 Neulenker legten die praktische Prüfung ab, 71 Prozent schafften es im ersten Anlauf. Zur Theorie-Prüfung traten 1125 Kandidaten an, davon waren 79 Prozent auf Anhieb erfolgreich.

Die Schiffs- und Motorfahrzeugsteuern stiegen 2017 um 450'000 Franken auf 22,7 Millionen Franken an. Dieses Geld wurde den beiden Kantonen ausbezahlt.

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