Der Hang ob Dallenwil muss saniert werden

Die Dallenwiler befinden an der Gemeindeversammlung vom 26. Juni auch über die Instandstellung des Krättlig-Hangs. Der Gemeinderat spricht von einem Sorgenkind.

Matthias Piazza
Drucken
Teilen
Auch in diesem Gebiet im Krättlig (Bild) soll das Entwässerungssystem saniert werden.

Auch in diesem Gebiet im Krättlig (Bild) soll das Entwässerungssystem saniert werden.

Bild: PD (Dallenwil, 16. Juni 2020)

Die Hänge oberhalb Dallenwils sind rutschgefährdet. Ein ausgeklügeltes Entwässerungssystem mit Känneln und Rinnen halten sie in Schach. Doch Abnützungen, Geländebewegungen und Unwetter haben den Bauten beim Krättligbach und den Zuflüssen des Steinibachs zugesetzt. Sie müssen saniert werden. 135 Meter Entwässerungsrohr im Rutschungsfuss sind davon betroffen, das haben Aufnahmen mit Kanalfernsehen im September des vergangenen Jahres gezeigt.

In einer ersten Phase will der Gemeinderat noch dieses Jahr das sanierungsbedürftige unterirdische Entwässerungsrohr beim Rutschungsfuss instand stellen und dabei das Beton- durch ein neues Kunststoffrohr zu ersetzen. In einer zweiten Phase 2021 bis 2024 kommt die Sanierung der Kännel an die Reihe, also des oberirdischen Bereichs des Entwässerungssystems.

Die Dallenwiler stimmen für dieses forstliche Instandstellungsprojekt im Gebiet Krättlig an ihrer Gemeindeversammlung vom 26. Juni über einen Bruttokredit von 670 000 Franken ab. Der Kanton beteiligt sich voraussichtlich mit 55 bis 65 Prozent an den Kosten. «Das Krättlig bleibt als Rutschgebiet unser Sorgenkind», sagt dazu der zuständige Gemeinderat Reto von Büren. «Wenn wir das Entwässerungssystem nicht à jour halten, riskieren wir, dass es übersart wird.»

Für 350 000 Franken soll im Weiteren eine rund 170 Meter lange Wasserleitung an der Hurschli- und Erlenbachstrasse ersetzt werden. Sie hat ein Leck, ausserdem sind zwei Schieber defekt, welche nicht reparierbar seien.

Gemeinderäte stellen sich zur Wiederwahl

Im Gegensatz zu den meisten anderen Nidwaldner Gemeinden werden in Dallenwil auch die Gemeinderäte an der Gemeindeversammlung gewählt. Hugo Fries (FDP, seit 2008), Ursula Niederberger (SVP, seit 2004) und Rebekka Achermann (SVP, seit 2017) sind für vier weitere Jahre gewählt, sollten bis zur GV keine weiteren Kandidaten auftauchen. Falls doch, würde eine Wahl an der Urne innerhalb der Versammlung stattfinden. Fries wird zudem für zwei weitere Jahre als Gemeindepräsident und Niederberger als Vizepräsidentin bestätigt, sollte ihnen wie erwartet niemand den Sitz streitig machen. Hugo Fries ist seit 2010 Präsident, Ursula Niederberger seit 2014 Vizepräsidentin. Für die Gemeinderäte Thomas Müller (CVP, seit 2014) und Reto von Büren (CVP, seit 2010) dauert die Amtszeit noch bis 2022. Das neue Amtsjahr beginnt am 27. Juni.

Rechnung schliesst rund 900'000 Franken besser ab erwartet

Mit einem Ertragsüberschuss von 1,08 Millionen Franken schliesst die Rechnung 2019 rund 900 000 Franken besser ab als budgetiert. Dies bei einem Ertrag von 8,5 Millionen Franken. Höhere Steuereinnahmen und Beiträge vom Finanz- und Lastenausgleich sowie tiefere Personalaufwendungen haben unter anderem zum unerwartet guten Resultat geführt, wie der Gemeinderat in seiner Botschaft schreibt. Netto wurde für 2,9 Millionen Franken investiert.

Ein Plus gibt es auch bei der Rechnung der Kirchgemeinde Dallenwil. Bei einem Ertrag von 802 507 Franken beträgt der Mehrertrag 102 147 Franken. Das sind rund 53 000 Franken besser als erwartet. Dazu trugen gemäss Kirchenrat die hohen Steuereinnahmen bei. Die Nettoinvestitionen betragen rund 89 000 Franken. Pia Odermatt und Claudia Mathis stellen sich für weitere vier Jahre als Kirchenräte zur Verfügung. Für René Wallimann, Klaus Odermatt und Erich Lehmann dauert die Amtszeit noch bis 2022. René Wallimann kandidiert erneut für zwei weitere Jahre als Präsident, Claudia Mathis als Vizepräsidentin.

Gemeindeversammlung: Freitag, 26. Juni, ab 19.30 Uhr, Mehrzweckanlage Steini.