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Der Museumsgarten in Stans wird neu belebt

Erstmals wartet das Winkelriedhaus in Stans mit einem Sommerprogramm auf. Dieses soll nicht nur Museumsgänger ansprechen.
Romano Cuonz
Hofft auf viele Besucher: Stefan Zollinger, Leiter des Winkelriedhaus in Stans, im Garten des Museums.Bild: Romano Cuonz (Stans, 17. Juli 2019)

Hofft auf viele Besucher: Stefan Zollinger, Leiter des Winkelriedhaus in Stans, im Garten des Museums.Bild: Romano Cuonz (Stans, 17. Juli 2019)

«In diesem Sommer möchten wir das Nidwaldner Museum auch für Leute, die sonst kaum Ausstellungen besuchen, auf einfache Weise zugänglich machen.» Dies sagt Leiter Stefan Zollinger als «Hausherr» im Stanser Winkelriedhaus und Pavillon. Inspirieren lassen hätten sich er und sein Team vom schönen Winkelriedhausgarten vor dem Renaissancepalazzo.

Mitten in dieser Anlage erhebt sich seit einigen Jahren auch der moderne Pavillon – wie ein riesiger grauer Findling. Er teilt den Hof in einen grossen Raum zwischen den Häusern und einen kleinen, intimen hinter dem Pavillon. «Die Planung dieses Innenhofes mit drei Holzobjekten, Apfelbäumen und den Mauern entlang Rosensträuchern ist eine Arbeit des Künstlers Jo Achermann», erzählt Zollinger.

Die drei Objekte, die der einheimische Künstler in den alten Hof gesetzt hat, präsentieren sich so, als hätten sie schon immer dazu gehört. Sie tragen Titel wie «Pavillon», «Turm» oder «Gartentisch» und laden auf sinnige Weise zum Verweilen ein.

Im Garten wird nicht nur Kunst gezeigt

«Unser Garten ist ein wunderbarer Ort», sagt Stefan Zollinger und fügt an: «Leider wird er nur an lauen Sommerabenden genutzt, sonst aber viel zu wenig.»

Ab diesem Jahr soll das anders werden: mit dem ersten Sommer im Museum. Während eines Monats wird der Garten allen Leuten zur Verfügung stehen – zum Staunen über Altes und Neues, zum Essen, Trinken, oder auch nur, um beieinander zu sein und miteinander zu plaudern.

«Sommer im Museum heisst, dass bei uns in der letzten Augustwoche auch zahlreiche Veranstaltungen stattfinden, die nicht nur mit Kunst zu tun haben», erklärt Zollinger – auch wenn natürlich Kunst das Hauptthema bleibe.

Der Sommer sei im Winkelriedhaus eine ideale Zeit, um den schönen Hof nutzen und einige bislang übers Jahr verteilte Veranstaltungen bündeln und verdichten zu können. Das Programm versuchte man nach Wochentagen zu strukturieren. So findet am Mittwoch jeweils ein Rundgang durch die Ausstellung mit einem Künstler oder einer Künstlerin statt. In der ersten Woche bietet Paul Lussi einen Schlaglicht-Rundgang an. Freunde des Kunsthandwerks kommen auf die Rechnung, wenn Dunja Rutschmann, Inhaberin von «weiblich.er», über das Trachtenwesen berichtet. Eine Woche danach lädt Sebastian Geisseler (Autor des Kunstführers Winkelriedhaus) zu einem Rundgang durchs historische Haus ein. Zum Abschluss ist dann die Obwaldner Künstlerin Judith Albert dran, die ihre Videoarbeiten in der Dauerausstellung erläutert.

Gespannt sein dürfen die Besucher jeweils auf die Donnerstage: Dann lädt Brigitt Flüeler insgesamt vier Gäste zu Gesprächen ein. Gäste, die man nicht auf den ersten Blick mit dem Museum in Verbindung bringen würde: Frau Mutter Sabine Lustenberger vom Kloster St.Klara, den Schüler und Sammler Yanik Flühler aus Oberdorf, den Berner Historiker André Holenstein-Wyrsch und die Wolfenschiesser Kindergärtnerin und Familienfrau Pia Blättler-Fanger. Ausgehen sollen die Gespräche stets von Objekten aus dem Museum.

An den Samstagen sind Veranstaltungen angesagt, die sonst übers Jahr verteilt stattfanden: Am 24. August die Museumstagung Kultur und Tourismus sowie am 7. September den in Nidwalden beliebten Kunstmarkt mit 40 Künstlerinnen und Künstlern, der bislang immer vor dem Chäslager stattfand.

Ein Bistro lädt zum Verweilen

Über den ganzen Monat wird im lauschigen Hof zudem ein Sommerbistro betrieben. «Unser Museum soll zum eigentlichen Treffpunkt werden», hofft Leiter Stefan Zollinger. Dabei stehen vor allem die Wochenenden von Freitag bis Sonntag im Fokus. So kommt beispielsweise Hanspeter Müller-Drossart nach Stans, um aus dem Alpenkrimi «Die eine wilde Jagd» zu lesen. Oder es spielen Buschi und Anni zum Tanz auf – und mit DJ Hugi und seiner Disco wird wohl die Post abgehen.

Ein eigentlicher Leckerbissen wird am 30. August serviert: mit einem Performanceabend mit Claudia Bucher, Judith Huber und Rochus Lussi unter dem Titel «happen 2». Zollinger bilanziert: «Sommer 2019, du kannst kommen! Das Museum Winkelriedhaus ist bereit für Gäste von nah und fern.»

Sommer im Nidwaldner Museum Winkelriedhaus vom 14. August bis zum 8. September 2019. Mittwoch bis Sonntag zu Öffnungszeiten. Das Bistro ist Mittwoch bis Freitag ab 17 Uhr, Samstag 14–17 Uhr und Sonntag 11–17 Uhr geöffnet. Details: www.nidwaldnermuseum.ch

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