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Der SC Buochs freut sich nicht auf die Winterpause

Ein 4:0-Sieg gegen die Old Boys aus Basel - den Buochsern gelingt ein perfekter Abschluss des Jahres. Stürmer Patrik Gjidoda zeichnet sich mit einem Hattrick aus.
Stephan Santschi
Erzielte nach 29 Sekunden die Buochser Führung: Patrik Gjidoda. (Bild: Boris Bürgisser, 24. März 2018)

Erzielte nach 29 Sekunden die Buochser Führung: Patrik Gjidoda. (Bild: Boris Bürgisser, 24. März 2018)

Seydou Kiendrebeogo Ouedraogo. Welch klangvollen Namen er doch hat, der zentrale Mittelfeldspieler der Old Boys aus Basel. Vielleicht verfügt der 20-jährige Afrikaner ja auch über besondere Fähigkeiten und versenkt einen Freistoss aus 25 Metern mal locker im gegnerischen Tor? Mitnichten: Was gut tönt, muss nicht zwingend erfolgreich sein. Bei seinem Schussversuch in der 83. Minute rutschte er aus und landete auf dem Hosenboden. Eine Aktion, die sinnbildlich war für den Auftritt der «alten Jungs», wie sich die Basler traditionell nennen. Ihnen gelang an diesem Abend überhaupt nichts.

Ganz anders der SC Buochs. Im letzten Spiel des Jahres, das gleichzeitig die erste Partie der 1.-Liga-Rückrunde war, zeigte er einen blitzsauberen Auftritt. 4:0 siegten die Nidwaldner am Ende, es ist ihr höchster Sieg der bisherigen Saison, und es war inklusive des Cups das sechste Kräftemessen in Folge, das sie nicht verloren. «Schade, dass die Winterpause kommt. Ich würde enorm gerne weiterspielen», sagt Patrik Gjidoda stellvertretend für seine Mannschaft.

Highlight im Cup gegen GC löst Krise aus

Gegen die Basler war er der matchentscheidende Akteur, drei Treffer gelangen ihm, der erste bereits nach 29 Sekunden. Nach schönem Kombinationsspiel durch die Defensive stand Gjidoda alleine vor dem Tor und verwertete eiskalt. In den letzten Momenten der ersten Halbzeit schlug der am nächsten Samstag 24 Jahre alt werdende Angreifer wieder zu. Schön auf der rechten Seite frei gespielt, umkurvte er den Goalie und schob ein – 2:0. Den Deckel auf die Partie drauf machte er schliesslich in der 79. Minute, als er wieder völlig frei stehend mit einem Schuss ins linke hohe Eck traf. «Der holprige Platz war Horror für einen Stürmer. Ich wusste aber schon am Morgen, nachdem ich aufgestanden war, dass dies mein Spiel werden würde. Ich fühle mich topfit, bin in Topform.»

Das war nicht immer so in dieser Saison. Gjidoda machte wie seine Teamkollegen eine schwierige Phase durch, in der es Gegentore und Niederlagen nur so hagelte. Das Highlight im Cup Mitte August gegen die Grasshoppers, das mit 0:2 verloren gegangen war, sorgte beim SCB für einen Spannungsabfall. Hinzu kamen viele Absenzen.

Die Künstler zeigen Kampfgeist

Es brauchte einen Mentalitätswandel, wenn man nicht den grossen Absturz in der Tabelle riskieren wollte. «Wir haben viel geredet, uns gepusht und hart gearbeitet. Mit schönem Fussball hatte es nicht geklappt, also mussten wir den Kampf annehmen», erklärt Gjidoda. Und Trainer Selver Hodzic hält fest: «Wir haben Künstler im Team. Doch wir mussten begreifen, dass es auch für die Verteidigung elf Spieler braucht.» Taktisch habe er insofern Einfluss genommen, als dass er vom hohen Pressing absah und den Gegner weiter hinten in Empfang nehmen liess.

Die Nidwaldner haben in den letzten Wochen mit dem 1:0-Sieg in der 1. Qualifikationsrunde für den Cup 2019/2020 bei Kosova und mit elf Punkten aus fünf Meisterschaftsspielen den Turnaround geschafft. Im Vergleich zum Vorjahr, als man zum gleichen Zeitpunkt neun Zähler mehr auf dem Konto hatte (29), fällt die Bilanz indes noch immer klar schlechter aus. «Der Rückstand auf Platz drei, der für die Teilnahme an den Aufstiegsspielen reichen könnte, beträgt aber nur sieben Punkte», blickt Patrik Gjidoda nach oben. Kein Zweifel: Die Buochser haben den Spass am Fussball wieder gefunden.

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