Der ungewollte See soll verschwinden

Der Bruderhausbach in Ennetmoos soll aus seinem Korsett befreit werden. Damit wird auch ein Ärgernis beim Chilenmattli behoben.

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Chilenmattli Quartier in Ennetmoos: Bei starkem Regen läuft das Wasser nicht mehr ab. (Bild: Corinne Glanzmann/Neue NZ)

Chilenmattli Quartier in Ennetmoos: Bei starkem Regen läuft das Wasser nicht mehr ab. (Bild: Corinne Glanzmann/Neue NZ)

Der Kirchgang am vorletzten Sonntag war für Elisabeth Wigger eine nasse Angelegenheit. Sie wohnt in der Hinter-Aegerten und war auf dem Weg zur Pfarrkirche St. Jakob. «Ich musste unterwegs durch knöcheltiefes Wasser waten. Gerade ‹Halleluja› ist dieser Zustand nicht», erzählt sie. Erst nach vier Tagen sei das Wasser zurückgegangen. Allerdings sei es in diesem Sommer zum ersten Mal zu dieser Überschwemmung gekommen, das sei eigentlich noch verkraftbar. «Trotzdem würden wir es schon sehr begrüssen, wenn der Bruderhausbach freigelegt und so das Problem gelöst wird.» Nach starken Regenfällen stehen jeweils ganze Flächen des Wieslandes beim Chilenmattli-Quartier in St. Jakob unter Wasser. Es dauert Tage, bis das Wasser wieder absinkt. Was während Jahrzehnten niemanden störte, wird mit der zunehmenden Bautätigkeit im Chilenmattli nun immer mehr zum Ungemach.

Gemeinde will handeln

Peter Scheuber, Gemeindepräsident von Ennetmoos, kennt die Situation. «Nach intensiven Regenfällen drückt das Grundwasser an die Oberfläche, das war in diesem Gebiet schon immer so, war aber kein Problem, als das Gebiet noch nicht überbaut war. Jetzt, wo dort eine Wohnsiedlung steht, wird das Wasser von den Bewohnern natürlich als störend wahrgenommen», erklärt er. Nun werden Pläne entwickelt, um das Problem zu lösen. Durch das jetzige Wohnquartier fliesst der Bruderhausbach – unterirdisch durch einen Kanal geführt. An gewissen Stellen ist der Kanal nur mit einem Gitter abgedeckt. Auf einer Länge von rund 150 Metern soll dieser Bach nun verlegt werden.

Mathias Piazza

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