Leserbrief

«Der VCS verschweigt sein oberstes Ziel»

«Mehr Platz für Fussgänger und Velofahrer», Ausgabe vom 4. Juli

Marc Christen, Präsident SVP Stans
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Mit 122 Unterschriften hat der VCS letzte Woche eine Petition «für mehr Lebensqualität in Stans» beim Kanton Nidwalden und der Gemeinde Stans eingereicht.

Seien wir ehrlich, der VCS verschweigt sein oberstes Ziel, den gesamten motorisierten Verkehr aus dem Dorf Stans zu verbannen. Was würde das für die sonst schon gebeutelten Stanser Dorfläden heissen? Weniger Leute im Dorf Stans, die einkaufen würden, weil man in anderen Läden vor das Geschäft fahren kann. Weniger Kunden heisst auch weniger Umsatz und mit der Corona­krise kann das für einzelne KMU-Unternehmen eine ernsthafte Existenzgefahr bedeuten. Mehrere Arbeitsplätze und Lehrstellen wären dadurch gefährdet.

Wollen wir das wirklich in dieser schon schwierigen Wirtschaftslage?

Weiter spricht der VCS von «moderner Verkehrsplanung». Es ist erwiesen, dass in Stans wegen des Verkehrs etwas geändert werden muss, das ist für jedermann nachvollziehbar.

Aber die enormen Kosten für solche Experimente sind immens. Schon der eintägige Versuch zur Einbahnstrasse von letztem August kostete die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler der Gemeinde Stans fast 73000 Franken.

Ich finde, mit der Überweisung der Motion «Gesamtverkehrskonzept» vom Landrat an den Regierungsrat, sollte man zuerst einmal auf die Ergebnisse des Regierungsrates warten. Für weitere Experimente, Forderungen und Wünsche ist es momentan der falsche Zeitpunkt.