Der Werkhof Buochs gesellt sich zum Feuerwehrlokal

Zentral, zeitgemäss, grosszügig, gut gelegen: Der neue Buochser Werkhof soll den Arbeitsalltag stark vereinfachen.

Matthias Piazza
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Werkhof-Leiter Franz Odermatt (links) und Gemeinderat Werner Zimmermann. (Bild: Matthias Piazza, Buochs, 19. November 2019)

Werkhof-Leiter Franz Odermatt (links) und Gemeinderat Werner Zimmermann. (Bild: Matthias Piazza, Buochs, 19. November 2019)


Auf acht rote Tore folgen drei blaue. Die Farben sind bewusst gewählt. Sie geben einen Hinweis auf das Innere der Halle an der Flurhofstrasse 4. Im roten Teil ist seit fünf Jahren die gemeinsame Feuerwehr Buochs/Ennetbürgen stationiert. Seit vergangenen Freitag hat sie einen idealen Nachbarn im angebauten blauen Teil: Der Werkhof Buochs hat hier seinen neuen zentralen Stützpunkt bezogen, der in den vergangenen neun Monaten entstanden ist.

In der grosszügigen beheizten Halle sind fünf Werkdienstfahrzeuge, die Hebebühne und ein Anhänger für Arbeiten in Zusammenhang mit der Wasserversorgung eingestellt. Ein Lager mit Hundekotsäckchen, WC-Papier für die öffentlichen Toiletten und weiteres Verbrauchsmaterial befindet sich im hinteren Teil. Auch die Paletten mit der Weihnachtsbeleuchtung in der Halle vorne kann man problemlos mit dem Stapler verschieben.

Trocknungsraum für die nassen Kleider

Von hier rücken die drei Werkdienstmitarbeiter aus, kümmern sich um die Bepflanzung, schauen bei den öffentlichen Plätzen zum Rechten, räumen die Gemeindestrassen vom Schnee, leeren die Kehrichtkübel, hängen die Weihnachtsbeleuchtung auf oder reparieren Bänkli.

Werkdienst-Leiter Franz Odermatt freut sich über seinen neuen Arbeitsplatz: «Früher war unser Werkdienst auf fünf Standorte verzettelt. Wenn man mit den Fahrzeugen aus der Garage an der Bürgerheimstrasse fuhr, musste man auf die Fussgänger auf dem Trottoir achten. Und das Material mussten wir von Hand einlagern.»

Franz Odermatt schwärmt vom Aufenthaltsraum, dem Büro und dem Trocknungsraum, den es am alten Ort nicht gab. «Die nach einem Regen durchnässte Kleidung können wir nun zum Trocknen aufhängen. Das ist praktisch. Früher mussten wir sie behelfsmässig über die Heizung legen.»

Gemeinderat Werner Zimmermann ergänzt: «Der neue Werkhof ist neben dem Feuerwehrdepot am richtigen Ort, praktisch, weil alles am selben Standort, und grosszügig bemessen.» Als Vorteil hebt er auch die Synergieeffekte hervor. Der Fahrzeugwaschraum, die Anlage zur Wasseraufbereitung, eine Art Vor-Kläranlage, und der Stapler werden gemeinsam mit der Feuerwehr genutzt.

Dass sich der Werkhof erst fünf Jahre später zum Feuerwehrlokal gesellt, hat laut Zimmermann auch finanzielle Gründe: «2,7 Millionen Franken für den Werkhof sind viel Geld, wenn man bedenkt, dass wir pro Jahr etwa für 2,5 Millionen Franken investieren können.» Alleine das Feuerwehrlokal kostete 3,9 Millionen Franken. Auch die Planung und die Standortfrage hätten Zeit gekostet. So sei auch die Idee eines gemeinsamen Werkhofs Buochs/Ennetbürgen im Raum gestanden. Ennetbürgen hat dann den Werkhof in seinem alten Feuerwehrlokal beim Schulhaus bezogen. Aber das neue Salzsilo auf dem Areal bei der Flurhofstrasse steht beiden Gemeinden zur Verfügung.

Ökologisches Gebäude – dank Fotovoltaikanlage

Auch ökologisch setzt der Werkhof-/Feuerwehr-Bau neue Massstäbe. Er wird mit einer Grundwasser-Wärmepumpe beheizt. Solaranlagen auf den Dächern des Neubaus und ein Blockheizkraftwerk der Abwasserreinigungsanlage (ARA) Aumühle decken etwa den Bedarf von 29 Haushaltungen ab.

Der Strom fliesst allerdings nicht ins öffentliche Netz, sondern bleibt im Verbund der neu gebildeten Eigenverbrauchsgemeinschaft, dem auch die nahe ARA angehört, welche von den drei Bezügern am meisten Strom braucht. Erst, wenn der selbst erzeugte Strom nicht reicht, wird das öffentliche Netz angezapft.

Werner Zimmermann spricht von einem Generationenbau. «Dank der Platzreserven ist der Werkhof auch für ein weiteres Bevölkerungswachstum bestens gerüstet.»

Öffentliche Eröffnungsfeier des Werkhofs am Samstag, 23. November, ab 10 Uhr.