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Der XXL-Smoker hat Hochsaison

Der Oberdorfer Beat Hafner hat einen der grössten Barbecue-Smoker der Zentralschweiz gebaut. Bis zu 500 Kilo Fleisch für bis zu 2500 Personen kann er damit zubereiten.
Philipp Unterschütz
Beat Hafner mit seinem zweiten, über vier Meter langen Oklahoma Smoker. (Bild: PD)

Beat Hafner mit seinem zweiten, über vier Meter langen Oklahoma Smoker. (Bild: PD)

«Da steckt viel mehr als einfach nur Kochen dahinter.» Der Oberdorfer Beat Hafner (47) ist der klassische Fall eines Quereinsteigers, dessen Hobby in rasantem Tempo einen immer grösseren Anteil seines Berufslebens erobert; 50 Prozent sind es bereits, Tendenz weiter steigend. Der Grund für den Erfolg ist Passion. «Es ist egal, was man macht. Wenn man es mit Hingabe tut, wird man Erfolg haben», ist Hafner überzeugt.

Seit über 20 Jahren betreibt der gelernte Schreiner in Oberdorf eine Firma für Fugenabdichtungen. «Ein Knochenjob, der in die Knie geht, den ich aber trotzdem nicht aufgeben will», sagt er. Doch was vor 24 Jahren mit der Anschaffung eines kleinen Barbecue-Smokers im privaten Bereich begann, hat sich in den vergangenen drei Jahren zu einer veritablen Erfolgsgeschichte entwickelt. Im Smoker wird Fleisch über längere Zeit gegart – nicht direkt über Gas, Kohle oder Holz gebraten wie bei einem Grill, sondern in der Garkammer indirekt durch die Wärme und den Rauch eines Holzfeuers in einer separaten Feuerkammer.

Nachdem Beat Hafner 2015 für ein Catering mit 600 Personen für die Bergmusik Sigigen LU einen grossen Smoker gemietet hatte, stand der Entscheid fest: Ein solches Gerät wollte er mit Kollegen selber bauen – und zwar sollte es eines der Grössten in der Zentralschweiz werden. Im Juni 2015 ging’s los, Mitte August 2015 feierte sein «Oklahoma Smoker 1000» Premiere. Doch das Gerät, das mit 200 Kilo Fleisch für 1000 Personen befüllt werden kann, wurde bald zu klein für die Anlässe, an denen Hafner teilnahm. So entstand im Dezember 2016 bis Januar 2017 ein noch grösseres Modell. 4,2 Meter lang, Durchmesser 1,5 Meter, Fassungsvermögen 500 Kilo Fleisch für 2500 Personen.

Seine Betriebsgeheimnisse verrät er nicht

«Es war eine Herausforderung, den zweiten Smoker zu bauen, da steckte viel mehr Planung dahinter als beim ersten», erzählt Hafner. «Er sollte optisch wie funktionell top sein.» Die grösste Neuerung und zugleich Knacknuss seien die abgerundeten Sichtgläser gewesen («das Auge isst mit», so Hafner), die in der Schweiz niemand herstellen konnte. Schliesslich konnte er sie in Deutschland anfertigen lassen. Woraus sie bestehen, will Beat Hafner nicht verraten. Überhaupt hat er so seine Betriebsgeheimnisse. Es kommt auch nicht in Frage, dass er für Dritte einen Smoker bauen würde. «Damit würde ich mir ja nur Mitbewerber schaffen», erklärt er schmunzelnd.

Befüllt werden Hafners Smoker vorwiegend mit Fleisch vom Schwein, Rind oder Lamm, ab und zu auch Fisch. Eigentlich seien nur Poulet und Kalb weniger geeignet. «Mein Ziel ist es, aus jedem Stück Fleisch das Maximum herauszuholen und das geht einfach am Besten mit Niedergaren», schwört Beat Hafner auf die Methode, bei der es stundenlang dauert, bis das Fleisch gar ist. Und der Fachmann gibt auch noch einen Tipp für alle, die es mal privat mit Niedergaren probieren wollen. «Die grösste Gefahr ist, dass die Temperatur zu hoch ist. 80 bis 90 Grad sollten es sein, und nicht 150 Grad.»

Ein Fachmann für Grossanlässe

Jetzt im Juni und Juli herrscht Hochsaison für Beat Hafner, der immer selber am Smoker steht. «Wer für 100 Leute kochen kann, kann auch für 1000 Leute kochen», sagt der Fachmann für Grossanlässe, für den Kochen schon immer eine Leidenschaft war. Aufgrund des Aufwandes mit den riesigen Smokern lohnt sich deren Einsatz in der Regel eher für grössere Caterings für Gesellschaften ab etwa 200 Personen. Im Angebot sind je nach Absprache Buffets mit verschiedenen Fleischsorten und Beilagen, die vom 3-köpfigen Team ebenfalls vor Ort frisch zubereitet werden. Doch mit seinem XXL-Smoker ist Beat Hafner auch an öffentlichen Anlässen anzutreffen. Zum Beispiel am Trucker Festival in Interlaken vom 22. bis 24. Juni oder am Innerschweizer Schwing- und Älplerfest in Ruswil Ende Monat. Ein Heimspiel wird er dann im November am neuen Urrock-Festival im Stanser Senkel geben. An solchen öffentlichen Anlässen gart im Smoker Schweinefleisch, das dann als Pulled Pork Burger, Spezialschnitzelbrote oder Brustspitzli hungrige Mägen beglückt.

Hinweis

www.oklahoma-grill-1000.ch

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