Die Ausgleichskasse Nidwalden nimmt etwas weniger ein

Über 213 Millionen Franken wurden 2019 als Leistungen ausbezahlt. Mehr als die Hälfte floss in die AHV-Renten.

Martin Uebelhart
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Die Ausgleichskasse und IV-Stelle Nidwalden an der  Stansstaderstrasse 88 in Stans.

Die Ausgleichskasse und IV-Stelle Nidwalden an der Stansstaderstrasse 88 in Stans. 

Bild: Martin Uebelhart (Stans, 18. Mai 2020)

Fast 152,5 Millionen Franken hat die Ausgleichskasse Nidwalden im vergangenen Jahr eingenommen. Das sind gut 1,1 Millionen Franken weniger als im Jahr 2018. «Die leichte Abnahme der Beitragseinnahmen liegt im üblichen Schwankungsbereich und beträgt rund ein Prozent», erklärt die Direktorin der Ausgleichskasse Nidwalden, Monika Dudle-Ammann. Den Löwenanteil der Einnahmen machen mit über 110 Millionen die AHV-, IV- und EO-Beiträge aus.

Einen deutlichen Anstieg gab es dagegen mit rund 213,3 (2018: 203,9) Millionen Franken bei den ausbezahlten Leistungen. Darunter fallen etwa AHV- und IV-Renten, aber auch Prämienverbilligungen, Ergänzungsleistungen, Familienzulagen oder Erwerbsersatz und Mutterschaftsentschädigung. Über die Hälfte des Leistungsvolumens fliesst dabei in die AHV-Renten. Die AHV-Renten sowie auch weitere Leistungen wie etwa IV-Renten oder Sachleistungen werden im Umlageverfahren finanziert. «Die Einnahmen eines Jahres müssten somit die Ausgaben des gleichen Jahres decken», erläutert Monika Dudle-Ammann. Seien die Leistungen höher als die Einnahmen, werde der Fehlbetrag durch den entsprechenden Fonds des Bundes übernommen (AHV-, IV- oder EO-Fonds). Die Kosten für die AHV-Renten nehmen jährlich zu, wie ein Blick in die Statistik zeigt. Genauso wie die Zahl der AHV-Bezüger. Diese stieg von 5795 im Jahr 2018 auf 5945 im vergangenen Jahr. Der Altersrentneranteil an der Bevölkerung nehme kontinuierlich zu, schrieb die Ausgleichskasse dazu im Jahresbericht. Geburtenrückgang und erhöhte Lebensdauer seien die Hauptgründe für diese demografische Entwicklung.

Ergänzungsleistungen bleiben praktisch auf dem gleichen Niveau

Die Mitgliederzahl der Kasse gibt der Jahresbericht mit 8065 (2018: 7955) an. Als Mitglieder einer Ausgleichskasse würden Arbeitgebende, Selbstständigerwerbende und Nichterwerbstätige bezeichnet, die bei der Kasse die Sozialversicherungsbeiträge abrechnen, so der Bericht weiter. Die Ausgleichskasse Nidwalden hat keine Monopolstellung in diesem Bereich: Mehr als 20 Ausgleichskassen von Verbänden sind in Nidwalden aktiv.

Praktisch auf dem gleichen Niveau wie 2018 blieben die Ergänzungsleistungen (EL). 9,6 Millionen (9,4 Mio.) wurden in der AHV ausbezahlt, rund 4,4 Millionen (4,6 Mio.) in der Invalidenversicherung (IV). Laut dem Jahresbericht sind die EL als Bedarfsleistungen konzipiert. Zusammen mit weiteren Einnahmen wie Pensionskassenrenten und Vermögen sollen die Ergänzungsleistungen allen Rentnerinnen und Rentnern den Existenzbedarf decken und somit Armut verhindern. Dieses Ziel werde bei AHV/IV-Rentnern erreicht. Die Ausgaben für die EL hätten sich in den vergangenen Jahren eher wieder stabilisiert, so der Jahresbericht weiter. Nidwalden habe im schweizerischen Vergleich tiefe EL-Ausgaben. Diese würden aus Steuergeldern des Bundes und des Kantons finanziert.