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Bahnübergänge in Stans sollen weg

Das Problem von häufigen Staus wegen geschlossener Barrieren in Stans wollen zwei Landräte aus der Welt schaffen. Und bringen die Idee der Tieflegung der Zentralbahn wieder ins Spiel. Die Antwort der Regierung tönt verheissungsvoll.
Matthias Piazza
Beim Bahnübergang beim Karliplatz in Stans kommt es bei geschlossenen Barrieren der Zentralbahn immer mal wieder zu Rückstaus.Bild: Oliver Mattmann (Stans, 22. Dezember 2017)

Beim Bahnübergang beim Karliplatz in Stans kommt es bei geschlossenen Barrieren der Zentralbahn immer mal wieder zu Rückstaus.Bild: Oliver Mattmann (Stans, 22. Dezember 2017)

Man kennt es als Autofahrer nur zu gut: Ausgerechnet, wenn man sich einem Bahnübergang nähert, beginnt die Warnblinkanlage zu blinken, und die Barrieren senken sich. Eine gefühlte Ewigkeit später kommt endlich der Zug. Es dauert weitere Minuten, bis sich die Barrieren endlich öffnen. Gleich viermal kreuzt die Zentralbahn-Strecke im Zentrum von Stans eine Strasse. Zwei Bahnübergänge betreffen die stark befahrene Robert-Durrer-Strasse beim Karli-Kreisel und die Buochserstrasse/Bahnhofstrasse in der Nähe des Coop. An zwei weiteren Bahnübergängen kreuzen Quartierstrassen die Bahnlinie.

Daran stören sich auch die Stanser CVP-Landräte Andreas Gander-Brem und Hans-Peter Zimmermann. Wegen der häufig geschlossenen Bahnübergänge an der Buochser-/Bahnhofstrasse und beim Karli-Kreisel werde ein kontinuierlicher Fluss des Verkehrs durch das Dorf verhindert und die nachfolgenden Kreisel massiv belastet, schreiben sie in ihrem Postulat. Auch der öffentliche Verkehr sei ebenfalls stark betroffen, da alle Postautos Richtung Ennetbürgen oder Buochs den Knoten Buochser-/Robert-Durrer-Strasse befahren würden. Ähnliche Rückstaus bildeten sich auch an den anderen Stanser Kreiseln und beim Bahnübergang am Karli-Kreisel.

Regierung ist Tieflegung positiv gesinnt

Die nicht neue Idee einer Tieflegung der Zentralbahn zwischen Karli-Kreisel und Bahnhofstrasse erachten die Postulanten als mögliches Szenario. Die Regierung solle das Verkehrsregime mit der Gemeinde Stans bei der Robert-Durrer-/Buochserstrasse neu überdenken, Varianten mit Vor- und Nachteilen aufzeigen und eine Bestvariante vorschlagen. Ebenfalls soll mit allen Beteiligten eine barrierefreie Querung der Zentralbahn im Dorfzentrum geprüft und die Kosten geschätzt, sowie die Finanzierung und der Zeithorizont einer Realisierung aufgezeigt werden.

Der Regierungsrat hat dafür Gehör. Zumindest in geänderter Form schlägt er dem Landrat vor, das Postulat gutzuheissen. Die Regierung will im Rahmen eines Verkehrsmodells untersuchen, wie sich die Aufhebung der Bahnübergänge durch eine Tieflegung der Zentralbahn in Stans auf die Verkehrssituation auswirkt. Auch soll der Nutzen der Aufhebung der Bahnübergänge zu den mutmasslichen Kosten einer Tieflegung ins Verhältnis gesetzt werden. Dafür wird die Baudirektion dem Landrat einen Bericht abgeben. Mit der Tieflegung könnten das Areal rund um den Bahnhof neu gestaltet und die heutigen Nutzungen (ÖV-Knoten, Dienstleistungszentrum, Dorfteil) besser aufeinander abgestimmt werden.

«Sofortiges Handeln tut not»

Die Regierung will die Planung für die Neugestaltung des Knotens Robert-Durrer-/Buochser­strasse weiter vorantreiben und eine Bestvariante vorschlagen. Sie will die Koordination mit der Gemeinde Stans sicherstellen, welche die Sanierung der Robert-Durrer-Strasse plant.

Hans-Peter Zimmermann stimmt die regierungsrätliche Antwort zuversichtlich. «Unser Postulat hat dazu geführt, dass der Regierungsrat eine Auslegeordnung gemacht und den Handlungsbedarf erkannt hat», sagt der Stanser Landrat auf Anfrage. «Jetzt muss man auf Worte Taten folgen lassen und die Planung möglichst rasch an die Hand nehmen, statt das Problem wieder auf die lange Bank zu schieben, wie man das in den vergangenen Jahren gemacht hat.»

Doch nicht nur Kanton und Gemeinde seien in der Pflicht, auch die Zentralbahn müsse ihre Verantwortung wahrnehmen und sich an der Lösung des Verkehrsproblems beteiligen. «Sofortiges Handeln tut bei einem immer höheren Verkehrsaufkommen not», ist für Hans-Peter Zimmermann klar.

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