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Die Berufslehre bleibt in Ob- und Nidwalden am beliebtesten

Zwei Drittel der jungen Männer und Frauen beginnen nach der obligatorischen Schulzeit eine Lehre. Nur gerade zwei Jugendliche in Nidwalden suchen noch nach einer Anschlusslösung. Für die meisten war die Stellensuche einfach.
Philipp Unterschütz
Kochlehrlinge zeigen ihre Künste. (Bild: Romano Cuonz, Wilen, 27. März 2018)

Kochlehrlinge zeigen ihre Künste. (Bild: Romano Cuonz, Wilen, 27. März 2018)

Es sind beruhigende Zahlen, welche die Umfragen am Schulende in Nid- und Obwalden ergeben haben. In Nidwalden beendeten diesen Sommer 361 junge Frauen und Männer die obligatorische Schulzeit, in Obwalden 386. Besonders erfreulich ist für Andrea Egli, Leiterin Berufs- und Weiterbildungsberatung Obwalden, dass nur gerade zwei Jugendliche in Nidwalden noch nicht wissen, wie es weitergeht. «Das zeigt, dass sich die jungen Leute und auch das Umfeld wie Lehrpersonen, Berufsberatungen oder Lehrbetriebe sehr bemühen, dass für alle eine Anschlusslösung gefunden wird. Die Jugendlichen möchten nicht zu Hause herumsitzen, sondern eine Ausbildung beginnen können.»

Rund zwei Drittel der jungen Leute machen sich nach der obligatorischen Schulzeit auf den Weg einer Berufslehre. Dabei wählten sie in Nidwalden aus 63 Berufen aus, in Obwalden aus 74. An der Spitze steht in beiden Kantonen nach wie vor Kaufmann/Kauffrau (siehe auch Tabelle). Laut Andrea Egli fanden die meisten Jugendlichen Lehrstellen in ihrem angestrebten Beruf. «Insbesondere im handwerklichen Bereich machen dies die vielen Ausbildungsbetriebe in den beiden Kantonen mit einem grossen Angebot an Ausbildungsplätzen möglich.» Ausweichen müsste man am ehesten wegen der schulischen Leistungen oder in Berufen wie Informatik, soziale und gestalterische Berufe und Gesundheitsberufe. «Die Zahlen zeigen, dass in beiden Kantonen der Lehrstellenmarkt intakt ist und sehr gut funktioniert.»

Kaum Probleme bei der Suche nach Lehrstellen

Andrea Egli, Leiterin Berufs- und Weiterbildungsberatung BWB Obwalden. PD

Andrea Egli, Leiterin Berufs- und Weiterbildungsberatung BWB Obwalden. PD

Die Mehrheit der jungen Leute haben denn auch die Suche nach einer Lehrstelle als einfach empfunden. In Nidwalden mussten 83 Prozent nur maximal fünf Bewerbungen schreiben, um eine Lehrstelle zu erhalten. In Obwalden reichten 75 Prozent maximal drei Bewerbungen ein. Auffällig ist bei den gewählten Berufslehren, dass in Nidwalden «nur» 12 Jugendliche die Ausbildung als Detailhandelsfachleute beginnen, im Vorjahr waren es noch 26. «Ob die Lehrstellen in diesem Bereich wegen des immer wichtigeren Onlinehandels zurückgehen oder ob das Interesse der Schülerinnen und Schüler kurzfristig kleiner ist, wird sich in Zukunft zeigen», meint Andrea Egli. Eine Rolle spiele wohl auch, dass Nidwalden 40 Schulabgänger weniger habe als im Vorjahr.

Tiefer ist auch die Zahl der Lehrverhältnisse bei den Landwirten. «Viele absolvieren diese Ausbildung erst als Zweitlehre, da sie ja manchmal noch in einem Zweitberuf arbeiten, bis sie den heimischen Hof übernehmen können», sagt Andrea Egli.

Markant zugenommen haben dagegen in Obwalden die Ausbildung zur Fachfrau Gesundheit und Lehren im Autogewerbe. In Nidwalden legten die Berufe Informatiker und Koch/Köchin zu.

Kein Trend zur gymnasialen Matura

Zugenommen hat auch – speziell in Obwalden – der Anteil der Jugendlichen, die ein Zwischenjahr absolvieren. Häufig, weil sie sonst die gewünschte Stelle nicht erhalten würden. «Insbesondere in sozialen Berufen und Gesundheitsberufen wird immer öfter ein Praktikum verlangt, weil die Verantwortung im ersten Lehrjahr zu gross sei für das Alter. Das ist nicht ideal, da die jungen Frauen im Praktikum auch viel Verantwortung übernehmen müssen», sagt Andrea Egli.

Der Anteil der Jugendlichen, die eine weiterführende Schule besuchen, bleibt in Nidwalden mit 25 Prozent gleich wie im Vorjahr. In Obwalden ist der Anteil leicht auf knapp 22 Prozent zurück gegangen. Ein Trend zu höherer gymnasialer Bildung könne man aber nicht feststellen, betont Andrea Egli. Man solle nicht einfach wegen guter Noten automatisch das Gymnasium wählen – umgekehrt auch nicht trotz guter Noten eine Lehre wählen, nur weil das eben in der Familie schon immer so war. «Wichtig ist, sich zu informieren und das zu wählen, was zu einem passt.»

Weitere Angaben für Obwalden unter www.ow.ch (Schulende im Suchfenster eingeben) oder Nidwalden unter www.netwalden.ch

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