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Die Buochser Fluglärm-Gegner lösen sich auf

Der Schutzverband der Bevölkerung um den Flugplatz Buochs hat seine 22. Generalversammlung durchgeführt – es war die Letzte. Trotzdem werden die Mitglieder vorerst nicht verstummen.
Eine Maschine landet auf dem Flugplatz Buochs. (Bild: Corinne Glanzmann, 23. August 2017)

Eine Maschine landet auf dem Flugplatz Buochs. (Bild: Corinne Glanzmann, 23. August 2017)

(mst) Die Suche war trotz intensiver Bemühungen erfolglos: Schon länger befürchteten die Vorstandsmitglieder des Schutzverbands der Bevölkerung um den Flugplatz Buochs (SBFB), dass sie keine Nachfolger für ihre Ämter finden werden. Entsprechend gingen die Verantwortlichen davon aus, dass der Verband aufgelöst werden muss (wir haben berichtet). Die Vorstandsmitglieder suchten Nachfolger, weil sie im Schnitt zwölf Jahre im Vorstand mitgewirkt hatten und so schnell als möglich neue Kräfte in die Arbeit einführen wollten.

Doch nun ist diese Befürchtung Tatsache geworden: Am vergangenen Samstag wurde die 22. Generalversammlung durchgeführt und dabei die Auflösung des Vereins nach 22 Jahren Tätigkeit beschlossen, wie der SBFB in einer Mitteilung schreibt. Ein wichtiger Kritiker um die Entwicklung des Flugplatzes Buochs existiert also nicht mehr. Die Gründe sind vielfältig, wie der Mitteilung zu entnehmen ist:

  • «Die Individualisierung der Gesellschaft sowie der anhaltende Trend nach Ungebundenheit und Flexibilisierung beissen sich mit längerfristigen (Vorstands-) Verpflichtungen und dem beruflichen Vorwärtskommen.»
  • Die Vorstandsmitglieder sind im Schnitt 72 Jahre alt.
  • Politische Chargen, vor allem auf Stufe Gemeinde zu besetzen, sei in den letzten Jahren ganz allgemein und bei Vereinen mit ehrenamtlicher Vorstandstätigkeit im Besonderen immer schwieriger geworden.
  • Dazu komme, dass es im Vorstand Befürchtungen gebe, den Anforderungen nicht gewachsen zu sein und dass das Vorstandspräsidium auf Dauer an «einem hängen bleiben» könnte.

Der Antrag des Vorstands zur Auflösung des Vereins sei nach einer längeren, sehr angeregten Diskussion bei drei Enthaltungen gutgeheissen worden, heisst es in der Mitteilung weiter. Präsident Paul Mazenauer betonte laut dem Schreiben, dass es sich der Vorstand alles andere als leicht gemacht habe. Er bedauere die Situation ausserordentlich. Es habe wiederholt kommunizierten, unaufschiebbaren Bedarf einer Erneuerung des ganzen Vorstands bestanden. Doch alle Anstrengungen – auch eine ausserordentliche GV im März dieses Jahres – hätten nicht gefruchtet. «Die Auflösung des Vereins war bei allem Bedauern die logische Folge.»

Geld steht für hängige Einsprachen zur Verfügung

Nach dem Entschluss befand die Versammlung auch über die Verwendung des Vereinsvermögens. Dieses steht – nach Begleichung von Aufwendungen des Vereins – ehemaligen Mitgliedern und Gönnern für hängige Einsprachen zur Verfügung. Sie erhalten also Geld, um weiter für die Interessen des SBFB zu kämpfen. Sie sind «gewissermassen als Platzhalter für den aufgelösten Verein zu betrachten», schreibt die Organisation denn auch. Damit sei sichergestellt, dass sich die bietenden rechtlichen Optionen von Privatpersonen wahrgenommen werden könnten.

Was danach an Vermögen übrig bleibt, werde einer zielverwandten Organisation oder als Startkapital für einen in Zukunft zu gründenden, zielverwandten Verein überlassen.

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