Die Deponie Cholwald braucht mehr Platz

Bald ist die Deponie Cholwald in Ennetmoos voll. Nun soll eine neue Grube entstehen, die 16 Jahre lang Abfall aufnehmen kann.

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Joe Christen (links) vom Kehrichtverbrennungsverband Nidalden und Projektleiter Stefan Wicki stehen dort, wo die neue Deponie entstehen soll. (Bild: Corinne Glanzmann/Neue NZ)

Joe Christen (links) vom Kehrichtverbrennungsverband Nidalden und Projektleiter Stefan Wicki stehen dort, wo die neue Deponie entstehen soll. (Bild: Corinne Glanzmann/Neue NZ)

Im Cholwald in Ennetmoos soll eine weitere Deponie entstehen. Geht es nach den Plänen des Kehrichtverwertungsverbandes (KVV) Nidwalden, entsteht auf einer Gesamtfläche von 14 500 Quadratmetern Platz für total 427 000 Kubikmeter nicht brennbare Abfälle. Der Bau soll eineinhalb bis zwei Jahre dauern und im Sommer 2013 abgeschlossen sein. Das Vorhaben kostet 15 bis 17 Millionen Franken, wie die Verantwortlichen gestern an einer Medienkonferenz in Ennetmoos erklärten.

Nicht nur Nidwaldner Abfall

In bisher drei Etappen ist die Deponie seit gut 50 Jahren mit Abfällen aufgefüllt worden. Brennbare Abfälle werden seit 2000 im Cholwald keine mehr deponiert. Das Gesetz schreibt nämlich vor, dass diese in Kehrichtverbrennungsanlagen gehören. Die Innerschweizer Kantone koordinieren gemeinsam die Entsorgung ihrer Abfälle. Nidwaldner Siedlungsabfälle landen unter anderem in der Kehrichtverbrennungsanlage in Luzern. Im Gegenzug nimmt die Deponie Cholwald nicht brennbare Abfälle aus dem Raum Innerschweiz auf. Dazu zählen unter anderem verunreinigtes Aushubmaterial, Schmutzrückstände von Strassen, Brandschutt, Material aus Kugelfängen von Schiessständen oder Asche aus der Holzverbrennung. In der neuen Deponie soll auch Asche von verbranntem Klärschlamm Platz haben. Der KVV hofft, dass später daraus Phosphor gewonnen werden kann.

Kann der KVV die neue Deponie bauen, muss er Auflagen für ökologische Aufwertungen erfüllen. So sollen die Pflanzenvielfalt an Waldrändern erhöht, Laichplätze für Amphibien geschaffen oder Haufen mit totem Holz erhalten werden, welche vielen Tieren einen Lebensraum bieten. Solche Massnahmen sind bereits schon bei der aktuellen Deponie umgesetzt worden.

Gery Wyss

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Mittwoch in der Neuen Nidwaldner Zeitung.