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Die etwas andere 1.-August-Ansprache von Abt Christian Meyer und Talammann Alex Höchli

Da die offizielle 1.-August-Rede coronabedingt nicht vor Publikum stattfinden kann, haben sich die vorgesehenen Gastredner Abt Christian Meyer und Tal­am­mann Alex Höchli auf Alp Arni Stöck zu einem Gespräch getroffen. Daraus entstand nun eine virtuelle 1.-August-Botschaft an die Bevölkerung.

Beat Christen
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Abt und Talammann beim Aufstieg zur Alp Arni Stöck, wo sie von weiteren Kameras erwartet werden.

Abt und Talammann beim Aufstieg zur Alp Arni Stöck, wo sie von weiteren Kameras erwartet werden.

Bilder: Beat Christen (Untertrübsee, 8. Juli 2020)

Wandertenü steht bei Bekleidung, und im zugestellten Drehbuch ist bei der Auf- und Abblende für die beiden Hauptdarsteller am Filmset lediglich je ein Satz ersichtlich. Sie bleiben lange das einzige Indiz dafür, was die beiden für die diesjährige Engelberger 1.-August-Ansprache vorgesehen Festredner Abt Christian Meyer und Tal­am­mann Höchli erwartet. Ein Nationalfeiertag ohne Festansprache in Engelberg – das ist für die mit der Organisation der Jubi­läumsfeierlichkeiten 900 Jahre Kloster und Talschaft Engelberg eingesetzte Kommission unvorstellbar. Und so währt die Freude über die aufgrund der Verschiebung der Jubiläumsfeierlichkeiten gewonnene Zeit für die Hauptakteure nur kurz.

Die Kamera und das Gespräch laufen

Gemeinsam begeben sich der Abt und der Talammann auf den Weg. Ziel der Wanderung ist die Alp Arni Stöck. Diese liegt zwar auf Untertrübsee auf Nidwaldner Hoheitsgebiet, «die Aussicht auf unser Hochtal ist von hier aus schlicht ergreifend und einmalig», sind sich sowohl Abt Christian Meyer wie Talam­mann Alex Höchli einig. Beim Alpkreuz steht eine Bank. Zeit, sich hinzusetzen, die Ruhe und vor allem Aussicht zu geniessen. Dass Kameras von allen Seiten auf die Bank gerichtet sind, geht ob der ganzen Szenerie unter.

Was folgt, ist eine kurze Instruktion von dem mit den Filmaufnahmen betrauten Sepp Sutter. Das Kommando «Kamera läuft» geht ob des bereits lebhaft eingesetzten Gesprächs unter. «Engelberg gestern – heute – morgen» lautet die Themenvorgabe. Der vorgegebene Zeitplan gerät schnell einmal ausser Kontrolle. «Viel Spass beim Schneiden», denkt sich dabei Sepp Sutter, während der Abt und der Talammann vom Miteinander und über Schicksals­gemeinschaften reden. Und zu guter Letzt gesellt sich die Jodlergruppe Titlis zu den beiden Wanderern, die das «Engelberger-Lied» anstimmen. Dass es dabei Abt Christian Meyer nicht mehr auf der gemütlichen Sitzbank hält, hat damit zu tun, «dass ich als ehemaliges Mitglied vom Jodlerklub Engelberg dieses vom legendären Dorfschullehrer Josef Käslin geschriebene Lied viel und immer wieder sehr gerne gesungen habe».

Abt Christian liess es sich zum Schluss nicht nehmen, fürs «Engelberger-Lied» in den Halbkreis der Jodlergruppe Titlis zu stehen.

Abt Christian liess es sich zum Schluss nicht nehmen, fürs «Engelberger-Lied» in den Halbkreis der Jodlergruppe Titlis zu stehen.

Die Filmaufnahmen sind im Kasten. Und so richten in diesem Jahr Abt Christian Meyer und Talammann Alex Höchli ihre gemeinsame Botschaft in virtueller Form an die Bevölkerung und die Gäste. Was sie dann in einem Jahr bei der nachgeholten offiziellen Jubiläumsfeier den Besuchern der Bundesfeier im Kurpark mit auf den Weg geben werden, steht dann in einem ganz anderen Drehbuch geschrieben.

Sehen Sie hier die 1.-August-Ansprache für Engelberg mit Abt Christian und Talammann Alex Höchli: