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Beckenried: Die Heizung bringt im Altersheim auch Kühlung

Mit einer Grundwasserwärmepumpe kann auch kaltes Wasser durch Heizungsrohre gepumpt werden, das so für Kühlung sorgt. Das Alterswohnheim in Beckenried hat die Kühlfunktion bei der Sanierung eingebaut.
Martin Uebelhart

Die Hitze in diesen Wochen ist auch drinnen zuweilen kaum erträglich. In einigen Gebäuden ist es heutzutage möglich, mit der Heizanlage auch etwas gegen Hitze zu unternehmen. Etwas Kühlung verschafft im Alterswohnheim Hungacher in Beckenried die vor drei Jahren ersetzte Wärmepumpe, wie Heimleiter Olaf Vornholz im Gespräch mit unserer Zeitung sagt. «Wir können die Anlage so schalten, dass kaltes Wasser durch die Leitungen und Heizkörper fliesst», hält er fest.

Als es um den Ersatz der bestehenden Grundwasserwärmepumpe gegangen sei, habe sich man dazu entschieden, diese zusätzliche Möglichkeit zu schaffen. «Es fliesst allerdings nicht fünf Grad kaltes Wasser durch die Leitung», so Vornholz. Das würde zu Kondenswasserbildung auf den Rohren und den Heizkörpern führen. Rund 17 bis 18 Grad beträgt die Temperatur des Wassers. Das senkt die Gebäudetemperatur und bringt eine kleine Kühlung. Mit einer Klimaanlage könne das aber nicht verglichen werden, sagt Olaf Vornholz weiter. «In dem Jahr, als wir die Anlage installiert hatten, haben wir eine ein bis drei Grad tiefere Raumtemperatur festgestellt.»

Positive Rückmeldungen von Bewohnern und Personal

Jetzt habe man den zweiten «richtigen» Sommer mit der neuen Anlage, und die Rückmeldungen von Heimbewohnern, Besuchern und Mitarbeitern seien positiv. «In den Räumen ist es kühler», sagt Vornholz. Natürlich müsse man aber schon auch mit geschlossenen Fenstern und Storen dafür sorgen, dass die Hitze draussen bleibe: «Wenn man 30 Grad warme Luft ins Zimmer lässt, verpufft die Wirkung der umgekehrten Heizung.» Deutlich spürbar sei die kühlere Luft zum Beispiel auch in der Cafeteria, wenn man von draussen hereinkomme. Der «Hungacher» hat sich die kühlere Luft auch etwas kosten lassen. «291000 Franken hat uns die neue Grundwasserwärmepumpe gekostet», sagt der Heimleiter. Darin enthalten waren 31000 Franken für die Kühlfunktion der Heizung. «Wir wollten aus dem Bestehenden das Optimum herausholen», hält Vornholz fest.

Die Möglichkeit, die Kühlfunktion einzubauen, werde bei Sanierungen teilweise genutzt, sagt Walter Durrer, stellvertretender Geschäftsführer der Achermann AG in Oberdorf auf Anfrage. «Aber das System wird heute schon für Bodenheizungen eingesetzt», weiss Durrer. «Neue Erdsondenwärmepumpen, die heute eingebaut werden, sind bereits für die Kühlfunktion ausgerüstet und haben die entsprechende Steuerung, grössere Anlagen können zusätzlich mit einem Kühlpaket ausgerüstet werden», hält er weiter fest. Eignen würde sich eine solche Anlage sowohl für Einfamilienhäuser wie auch für grössere Gebäude. Bei Grundwasseranlagen müssen zuerst einige Abklärungen getroffen werden, unter anderem ob überhaupt Grundwasser in genügender Menge vorhanden ist.

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