Die katholische Kirchgemeinde Stans organisiert sich neu

Der Tod von Pfarrer David Blunschi hinterliess eine grosse Lücke. Nun hat sich die Pfarreileitung der katholischen Kirchgemeinde Stans neue Strukturen gegeben.

Richard Greuter
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Die Frühlings- und Herbstversammlung der Kirchgemeinde Stans fand aus aktuellem Anlass in der Pfarrkirche statt.

Die Frühlings- und Herbstversammlung der Kirchgemeinde Stans fand aus aktuellem Anlass in der Pfarrkirche statt.

Bild: Richard Greuter (Stans, 6. November 2020)

Ein Kernthema der diesjährigen Frühlings- und Herbstversammlung der Kirchgemeinde Stans, die wegen der aktuellen Lage in der Pfarrkirche stattfand, galt der Neuorganisation der Pfarreileitung. Früher leiteten Pfarrer David Blunschi und Seelsorger Marino Bosoppi die Pfarrei. Mit dem Tod von David Blunschi hat sich alles geändert. Die Pfarrei hatte plötzlich keinen Pfarrer mehr der alles geleitet hatte, berichtete Kirchenratspräsident Matthias Bünter. «Wir mussten Arbeiten und Kompetenzen neu regeln», sagte der Kirchmeier gegenüber unserer Zeitung.

Dies ist nun in einer ersten Etappe geschehen. Die Pfarrei wird neu durch das Dreierteam Melchior Betschart, Marino Bosoppi und Religionspädagogin Daniela Bühlmann geleitet. Hauptverantwortlich ist Pfarradministrator Melchior Betschart, berichtete Marino Bosoppi der das neue Konzept mit Daniela Bühlmann vorstellte. Die Struktur der Pfarrei gliedert sich in zahlreiche Einzelbereiche auf. In der Seelsorge, dem Hauptelement, sind neben Melchior Betschart, Marino Bosoppi, Daniela Bühlmann sechs weitere Personen im Einsatz. Seit dem vergangenen August ergänzt Bede Nwadinobi als priesterlicher Mitarbeiter das Team.

Im Pfarrhaus entstehen Büroräumlichkeiten

Bauchef Max Leuthold orientiert über drei Projekte im Rahmen der Neuorganisation. Damit alle Mitarbeitenden unter einem Dach arbeiten können, möchte der Kirchenrat das Pfarrhaus für Büroräumlichkeiten nutzen. Der Platz im Sigristenhaus, wo die Büros bisher eingerichtet waren, sei zu klein, meinte Leuthold. Derzeit sei ein Architekt mit der Planung der notwendigen Anpassungen beauftragt. «Allerdings», so Leuthold weiter, «es muss jederzeit möglich sein wieder eine Wohnung einzurichten.» Im Sigristenhaus soll nach einer Renovation wiederum eine Wohnung entstehen.

Ein grosses Anliegen ist das Kaplanenhaus der St. Klara Schwestern Gemeinschaft, die noch elf Schwestern umfasst. Das Kaplanenhaus steht leer und der Kirchenrat hat beschlossen es zu mieten, bevor es die Schwestern verkaufen müssen. Über den Finanzbedarf dieser drei Projekte kann Bauchef Leuthold noch keine Angaben machen. An einer ausserordentlichen Kirchgemeindeversammlung kann das Kirchenvolk Ende Januar 2021 Stellung nehmen.

Schimmelbildung und Feuchtigkeit bereiten Sorgen

Sorgenfalten bereitet dem Kirchenrat die Muttergotteskappelle. In einer Ecke trat Feuchtigkeit ein und verursachte auf einem Gemälde Schimmel.

Die Kirchgemeinde genehmigte die Rechnung 2019, die bei einem Aufwand von 2,6 Millionen mit positiven Ergebnis von nicht ganz 16'000 Franken abschloss. Im Budget für das nächste Jahr lehnt sich der neue Kassier Andreas Egli an die Zahlen des Vorjahres, rechnet aber mit einem Aufwandüberschuss von 13'800 Franken.

Kirchmeier Matthias Bünter (zweiter von rechts) mit Judith Imboden, neues Mitglied in der Finanzkomission und den beiden wiedergewählten Kirchenräten Robert Fischlin (links) und Roger Näpflin (rechts).

Kirchmeier Matthias Bünter (zweiter von rechts) mit Judith Imboden, neues Mitglied in der Finanzkomission und den beiden wiedergewählten Kirchenräten Robert Fischlin (links) und Roger Näpflin (rechts).

Bild: Richard Greuter (Stans, 6. November 2020)

Kirchmeier Matthias Bünter, Roger Näpflin und Robert Fischlin wurden in ihren Ämtern bestätigt. Näpflin wurde neuer Vizepräsident.

An Stelle von Benno Lussi wählte die Versammlung Judith Imboden aus Oberdorf in die Finanzkommission. Eine spezielle Ehrung erfuhr Hans Schmid. Der ehemalige Lehrer war während 60 Jahren Organist in Stans.

Der eigentliche Höhepunkt der Versammlung folgte am Schluss. Mit einer wunderbaren Melodie verliehen die beiden Kirchenmusiker Judith Gander-Brem und der Organist Ruedi Zemp, der eher mystischen Stimmung in der Pfarrkirche einen leuchtenden Glanz.