Die Schulcontainer-Ära dauert in Hergiswil an

Für die Schüler des Grossmatt-Schulhauses ist die fast zweijährige Zeit im Provisorium vorüber. Dafür müssen nun Primarschüler für zwei Jahre in Containern lernen.

Matthias Piazza 
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Container für die Oberstufe. (Bild: Denis Niederberger, Hergiswil, 15. Mai 2018)

Container für die Oberstufe. (Bild: Denis Niederberger, Hergiswil, 15. Mai 2018)

Sie prägten fast zwei Jahre lang das Bild im Gemeindeteil Matt. Unübersehbar thronten die Schulcontainer auf der Anhöhe zwischen Grossmatt-Schulhaus und der Zentralbahn-Linie. Während der aufwendigen, 25 Millionen Franken teuren Sanierung des «Grossmatt» mussten die rund 140 mehrheitlich Oberstufenschüler mit diesem Provisorium vorlieb nehmen.

Das ist nun Geschichte. Nach den Frühlingsferien am 6. Mai herrscht wieder der normale Schulbetrieb. Das Containerdorf wird abgebaut – und ein kleineres ein paar hundert Meter weiter oben wieder aufgebaut. Auf dem Schulhausplatz des Primarschulhauses Matt findet nach den Sommerferien in sieben Containern Unterricht statt. «Wir haben in den nächsten zwei Jahren ausserordentlich viele Schüler im Matt-Schulhaus», begründet der Hergiswiler Gemeindepräsident Remo Zberg die Massnahme. Gehen zurzeit je 23 Kinder in die zwei Klassen der gemischten 3./4. Klasse, werden es im nächsten Schuljahr laut Remo Zberg total 50 und im Jahr 2020/21 mit 44 immer noch überdurchschnittlich viele Kinder sein. Hätte es nicht Sinn ergeben, die Gelegenheit zu nutzen und das Grossmatt-Schulhaus zu erweitern? Nein, meint Remo Zberg. «Die Schülerzahlen nehmen nicht längerfristig zu, das ist nur eine zufällige, vorübergehende Spitze, bedingt durch aktuell viele Zuzügerfamilien. In zwei Jahren verteilen sich die Schüler aufs Kollegi und auf die Orientierungsstufe.» Und bei diesem moderaten Bevölkerungswachstum sei nicht mit weiteren «grossen» Schülergenerationen zu rechnen. 5781 Personen wohnten Ende des vergangenen Jahres in Hergiswil – 68 mehr als im Jahr zuvor.

Sehr bald verworfen in der Diskussion sei die Variante, einige Primarschüler im Dorf-Schulhaus zu unterrichten und mit dem regulären Mattbus oder einem Schulbus zu transportieren, da das Dorf-Schulhaus schon voll belegt sei.

Mit Kosten von total 120'000 Franken sei das Containerprovisorium die günstigste Lösung. Ab dem Schuljahr 2021/22 sollten Schulcontainer in Hergiswil dann der Vergangenheit angehören.