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«Die Schweizermacher» füllten den Buochser Theatersaal

Die Theatergesellschaft Buochs blickt mit «Die Schweizermacher» auf eine Saison der Superlative zurück. Sämtliche 29 Aufführungen waren bis auf den letzten Platz ausverkauft.
Der italienische Gewerkschafter Grimolli zieht vor den Schweizermachern seine Schau als Wilhelm Tell ab. (Bild: PD)

Der italienische Gewerkschafter Grimolli zieht vor den Schweizermachern seine Schau als Wilhelm Tell ab. (Bild: PD)

«Die Schweizermacher» war nicht nur auf der Kinoleinwand ein Kassenschlager. Der Film von Rolf Lyssy aus dem Jahre 1978 mit Emil Steinberger und Walo Lüönd in den Hauptrollen gilt als erfolgreichster Schweizer Film aller Zeiten. An diesen Erfolg konnte auch die Theatergesellschaft Buochs anknüpfen. 8700 Zuschauer haben sich die Bühnenfassung angeschaut und sich amüsiert, wie die Schweizermacher Moritz Fischer (David Marty) und Max Bodmer (Kuno Scheuber) die Einbürgerungskandidaten auf Herz und Nieren prüften, welche sich Mühe gaben, schweizerischer als schweizerisch zu sein.

Sämtliche 29 Aufführungen, davon 8 Extraaufführungen, waren ausverkauft. Vorstandsmitglied Kuno Scheuber spricht von einer äusserst erfolgreichen Theatersaison. «Das Thema Einbürgerung hat nichts an Aktualität eingebüsst. Trotzdem wussten wir zuvor nicht, wie die Bühnenfassung beim Publikum ankommen wird, auch wenn der Film ein Erfolg war.» Die gelungene Inszenierung, das geniale Bühnenbild und die spielerische Gesamtleistung hätten sicherlich dazu beigetragen.

Überrascht hat ihn auch die altersmässige Durchmischung. «Im Publikum sassen 20- bis 80-Jährige. Während die älteren Zuschauer den Film kannten und gespannt auf die Bühnenfassung waren, kamen viele Jüngere zum ersten Mal mit der Geschichte in Kontakt. Sie wurden wohl auch durch die jüngeren Ensemble-Mitglieder ins Theater gelockt.» Autor Paul Steinmann sei es gelungen, das Stück zeitgemäss umzusetzen. «Der Spielfilm von 1978 kommt für heutige Verhältnisse ja eher gemächlich daher. In der Theaterfassung sind die Szenen direkter und frecher. Das haben auch Rolf Lyssy und Emil Steinberger bei einem Besuch einer Aufführung lobend erwähnt.»

27 Szenenwechsel ohne Unterbruch

Rund 90 Personen haben für diesen Erfolg knapp fünf Monate geprobt und standen zwischen Mitte Januar und Anfang März drei- bis viermal pro Woche auf oder hinter der Bühne für diese anspruchsvolle Aufführung. «Die grosse Herausforderung waren vor allem die 27 Szenenwechsel ohne Spielunterbruch zu vollziehen. Die Musik- und Gesangseinlagen während der Szenenwechsel kamen gut an», so Kuno Scheuber. Über drei Seiten lang sei der Umbauplan gewesen. Dank vieler Einzelproben habe man die Bühnenumbauten und den Einsatz verschiedener Kulissen perfekt beherrscht. «Es lief während der Aufführungen alles wie am Schnürchen.»

Dass sich die Zuschauer nach eineinviertel Stunden gewundert hätten, dass schon Pause sei, sei als weiteres gutes Zeichen zu werten.

Heidi kommt nach Buochs

Nach der intensiven Theaterzeit freue man sich auf die wohlverdiente Pause, so Scheuber. Doch nach der Theatersaison ist vor der nächsten Premiere. So sind die Blicke bereits auf das kommende Jahr gerichtet. Zum 160-Jahr-Jubiläum der Theatergesellschaft Buochs kommt Johanna Spyris «Eyses Heidi» nach Buochs. Der bekannte Schauspieler und Autor Hanspeter Müller-Drossaart schreibt das Stück eigens für die Buochser Bühne. Regie führt Eva Mann.

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