Die Stanser Filmemacherin Thaïs Odermatt brilliert an deutscher Filmuniversität 

Nachgefragt

Matthias Piazza
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Die gebürtige Stanser Filmemacherin Thaïs Odermatt. (Bild: PD)

Die gebürtige Stanser Filmemacherin Thaïs Odermatt. (Bild: PD)

«Kurt und der Sessellift», «Nid hei cho»: Die gebürtige Stanserin Thaïs Odermatt (39), die nun mit ihrem Partner und ihrem Kind in Kriens lebt, hat sich mit Dokumentarfilmen als Filmemacherin bis weit über die Nidwaldner Kantonsgrenze hinaus einen Namen gemacht. Nun hat sie an der Filmuniversität Babelsberg in Potsdam bei Berlin als erste den neuen Lehrgang Masterstudium Regie Dokumentarfilm abgeschlossen – mit der Bestnote 1.

Was bedeutet Ihnen dieser Abschluss?

Thaïs Odermatt: Ich hatte mega Freude. Vor allem hätte ich nicht gedacht, dass ich dafür die Bestnote erhalte. Und überdies schreibe ich damit sogar noch Geschichte, als erste Absolventin mit diesem Titel innerhalb Deutschlands.

Worum ging’s in diesem Masterstudium?

Bis jetzt realisierte ich immer Kurzfilme. Nun wollte ich mich an den langen Dokumentarfilm herantasten. In diesem Studium lernte ich, wie man Langfilme erarbeitet und dramaturgisch umsetzt. Als Abschlussarbeit machte ich den 65-minütigen Dokumentarfilm «Amazonen in der Grossstadt».

Wie haben Sie den Entstehungsprozess erlebt?

Als viel aufwendiger als bei einem kurzen Film. Über drei Jahre habe ich daran gearbeitet. Die Recherche war aufwendig, der Schnitt dramaturgisch anspruchsvoll.

Worum geht’s in dem Film?

Um drei kämpfende Frauen in Berlin, die uns tief in ihr Leben, ihre Kämpfe, Siege und Niederlagen blicken lassen. Noch dieses Jahr versuche ich, den Film an Festivals aufzuführen.

Wie sieht Ihre Zukunft aus?

Ich möchte weitere Projekte realisieren und vielleicht in einem Teilpensum Filmschaffen unterrichten.