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Die Stansstader Politiker fühlten den Puls des Volks

Erstmals lud der Stansstader Gemeinderat am vergangenen Samstag die Bevölkerung zu einem persönlichen Austausch ein. Eine Idee, die auf Anklang stiess.
Roland Hügi
Mit dem Gemeinderat in corpore in der Cafeteria: Bevölkerung und Politiker tauschten sich im Alterszentrum Riedsunnä aus. (Bild: Roland Hügi, Stansstad, 30. März 2019)

Mit dem Gemeinderat in corpore in der Cafeteria: Bevölkerung und Politiker tauschten sich im Alterszentrum Riedsunnä aus. (Bild: Roland Hügi, Stansstad, 30. März 2019)

«Wir möchten, dass die Bevölkerung ihre Ideen, Wünsche und Sorgen direkt beim Gemeinderat deponieren kann.» Mit diesen Worten eröffnete Gemeindepräsident Beat Plüss am vergangenen Samstag im Alterszentrum Riedsunnä das erste Rundtischgespräch des Stansstader Gemeinderats. Rund 50 Frauen und Männer waren gekommen, um dem Gemeinderat, der in corpore anwesend war, sozusagen ihr Herz auszuschütten.

Während der rund eineinhalb Stunden kamen denn auch zahlreiche Themen zur Diskussion, die der Bevölkerung Kopfzerbrechen bereiten. Viele davon standen im Zusammenhang mit Verkehrsfragen. Wie zum Beispiel ungeeignete Verkehrsberuhigungsmassnahmen in Obbürgen und Stansstad, eine unbefriedigende Verkehrsführung des Velowegs bei der Stansstader Volière, oder Autoraser, die Fussgänger gefährden. Klar im Zentrum standen jedoch die Diskussionen um ein allfälliges Altersheim in Stansstad sowie den Neubau des Feuerwehrlokals. Aus dem Plenum wurde der Vorwurf geäussert, der Gemeinderat Stansstad setze sich zu wenig für die Alterspflege im Dorf ein. Er habe es versäumt, im Zuge der kürzlichen Erweiterung des Alterszentrums Riedsunnä eine Pflegestation zu errichten oder allenfalls den Bau eines Altersheims ins Auge zu fassen. Gemeindepräsident Beat Plüss verwies in diesem Zusammenhang auf die minimale Gemeindeautonomie in diesem Bereich. «Pflegeplätze sind Kantonsangelegenheit und somit bewilligungspflichtig», so Plüss.

Die Krux mit der Wirtschaftlichkeit

Ein entsprechendes Gesuch der Gemeinde sei denn auch abgelehnt worden. «Eine Bewilligung würde, wenn überhaupt, nur dann erteilt, wenn ein solches Zentrum wirtschaftlich betrieben werden könnte.» Dies sei jedoch erst ab einer Grösse von rund 80 oder mehr Betten möglich, erklärte Sozialvorsteherin Laleh Kiser. «Zwar könnte die Gemeinde tatsächlich in Eigenregie und auf eigene Kosten etwas auf die Beine stellen», sagte Kiser. «Aber ein Pflegebett kostet pro Jahr gegen eine Viertelmillion Franken. Und das kann sich auch Stansstad nicht leisten.»

Auch das geplante neue Feuerwehrlokal in Stansstad gab zum Schluss der Veranstaltung zu reden. Ob es nicht Sinn mache, nochmals einen Zusammenschluss mit Stans zu prüfen, statt immense Summen in ein eigenes Gebäude zu investieren, wurde der Gemeinderat angefragt. Beat Plüss betonte, dass eine Fusion – eine solche wurde vor Jahren vom Stimmvolk bereits einmal abgelehnt – derzeit kein Thema sei.

Zudem, so Plüss weiter, stünden der Kanton und die Nidwaldner Sachversicherung hinter dem Projekt. Gemeinderätin Lisbeth Koch ergänzte, dass der geplante Neubau für die Feuerwehr und den Werkhof Stansstad so ausgelegt werde, dass die Feuerwehr-Räume dereinst umgenutzt werden könnten, sollten sich tatsächlich Fusionsabsichten abzeichnen.

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